Rettungswache Brakel: Zurzeit ist sie auf dem Gelände der Kreisfeuerwehrzentrale Am Galgenberg untergebracht. Die neue Wache soll im Rieseler Feld gebaut werden. - © Simone Flörke
Rettungswache Brakel: Zurzeit ist sie auf dem Gelände der Kreisfeuerwehrzentrale Am Galgenberg untergebracht. Die neue Wache soll im Rieseler Feld gebaut werden. | © Simone Flörke

Brakel/Steinheim Neue Rettungswachen für Brakel und Steinheim

Die bisherigen Wachen entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen

Brakel/Steinheim. Nach Höxter, Warburg und Bad Driburg sollen auch in Brakel und Steinheim neue Rettungswachen gebaut werden. Zusätzlich soll in Brakel eine Rettungsdienst-Zentrale entstehen. Am Donnerstag, 21. März, wird sich der Kreis- und Finanzausschuss (17.30 Uhr im Konferenzraum 1 des Höxteraner Kreishauses) mit dem Thema befassen. Die neue Rettungswache in Brakel soll im Rieseler Feld entstehen. Die derzeitige Wache ist auf dem Gelände der Kreisfeuerwehrzentrale, Am Galgenberg in Brakel, untergebracht. „Größe sowie Funktionsräume der Rettungswache entsprechen nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Rettungswache", so der Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz beim Kreis Höxter, Andreas Niggemeyer. Insbesondere gebe es Mängel im Hygienebereich, eine Geschlechtertrennung bei den Sanitäranlagen sei derzeit nicht vorhanden und auch nicht umsetzbar. Auch aufgrund des erhöhten Personalbestands sei eine größere Wache erforderlich. Baubeginn noch in diesem Jahr Zusammen mit der Rettungswache soll im Rieseler Feld für 2,4 Millionen Euro auch eine Rettungsdienst-Zentrale gebaut werden. Sie ist erforderlich, weil nach dem Bau der Atemschutzwerkstatt an der Kreisfeuerwehrzentrale nun Räume fehlen. In der neuen Rettungsdienst-Zentrale sollen unter anderem Schulungsräume, Lagerräume für medizinisches Material und Gerät sowie eine Fahrzeughalle für Reservefahrzeuge unterbracht werden. Mit dem Bau von Rettungswache und Rettungsdienst-Zentrale soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Anbau nicht möglich Auch die Rettungswache in Steinheim an der Straße Am Piepenbrink entspricht nach Aussagen Niggemeyers nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Ursprünglich war ein Umbau geplant. Doch nach der Stationierung eines zweiten Rettungswagens im Tagesdienst sei dies nicht mehr möglich. Auch ein Anbau sei nicht umsetzbar. Zudem fehlten Räume für Hygiene, Aufenthalt und Lagerung. Auch verschärfte Unfallverhütungsvorschriften, nach denen in den Fahrzeughallen größere Mindestabstände für die Fahrzeuge vorgeschrieben werden, machen nach Auskunft Niggemeyers den Neubau erforderlich. Mit dem Bau soll im Jahr 2020 begonnen werden. Die Standortfrage werde noch geklärt. Zu den Kosten der Neubauten in Brakel und Steinheim konnte Niggemeyer noch keine Angaben machen. Zurzeit liefen noch Gespräche mit den Kostenträgern, den gesetzlichen Krankenkassen.

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