Offizielle Übergabe: Schulrat Hubert Gockeln (von links), Planer Carsten Scherhans, Schulleiterin Maria Komm, Bürgermeister Hermann Temme, seine Stellvertreter Ursula Grewe und Robert Rissing sowie Pfarrer Wilhelm Koch bei der Einweihung des Lehrerzimmers. - © Helga Krooß
Offizielle Übergabe: Schulrat Hubert Gockeln (von links), Planer Carsten Scherhans, Schulleiterin Maria Komm, Bürgermeister Hermann Temme, seine Stellvertreter Ursula Grewe und Robert Rissing sowie Pfarrer Wilhelm Koch bei der Einweihung des Lehrerzimmers. | © Helga Krooß

Brakel Neues Lehrerzimmer für Brakeler Grundschule kostet 720.000 Euro

Eingeweihter Neubau soll Arbeitsalltag der Lehrer erleichtern

Helga Krooß

Brakel. „Die Zeit der Provisorien mit zwei getrennten Lehrerzimmern und Übergangslösungen in Klassenzimmern ist nunmehr vorbei, das leidige Raumproblem endlich behoben. Das neue Lehrerzimmer wird den Lehrerinnen und Lehrern ihr tägliches Wirken erleichtern", stellte Bürgermeister Hermann Temme am Freitag bei der Einweihung des eingeschossigen Neubaus mit Lehrerzimmer für die Städtische Gemeinschaftsgrundschule Brakel heraus. Er ist davon überzeugt, dass „Brakel ein guter zukunftsfähiger Schulstandort ist, dessen Position wir mit dem Bau des neuen Lehrerzimmers weiter festigen". Hell, freundlich, eine gute Akustik und kurze Wege waren die wesentlichen Wünsche für den neuen 165 Quadratmeter großen Raum, der genügend Platz für das 50-köpfige Kollegium bietet und mit drei IT-Plätzen ausgestattet ist. Daran schließen Teeküche, Kopierraum und sanitäre Anlagen an. "Der Neubau ist definitiv ein Gewinn" „Der Neubau ist definitiv ein Gewinn", betonte Schulleiterin Maria Komm. Wie sie erzählte, soll das Lehrerzimmer vorrangig als Aufenthalts- und Konferenzraum genutzt werden. „Man trifft hier zusammen und kann sich in Ruhe austauschen", sagte Komm. Den Pausenlärm bekomme man nicht mit, da der Neubau zum Gebäudezentrum hin ausgerichtet sei. Aus den beiden „alten" Lehrerzimmer soll ein Lehrerarbeitsraum mit Kopiergerät und ein Mehrzweckraum beispielsweise für Betreuungsgruppen entstehen. „Wir schätzen es sehr, was die Stadt Brakel hier auf den Weg gebracht hat", dankte Komm im Namen ihres Kollegiums. Man habe sehr eng mit den Verantwortlichen zusammengearbeitet. Das Planungsbüro RSK aus Gehrden habe Wünsche berücksichtigt und die Baufirmen hätten es geschafft, dass für den laufenden Schulunterricht keine Nachteile entstanden seien. Planung seit 2017 Ganz im Gegenteil: Schülerinnen und Schüler der Klassen eins und zwei hätten sich von den Bauarbeiten inspirieren lassen. „Als mit den Arbeiten begonnen wurde, klebten sie mit den Nasen an den Fensterscheiben", erzählte die Schulleiterin. So haben Erstklässler ihre Beobachtungen in einem Baustellentagebuch festgehalten, Zweitklässler waren als Schularchitekten tätig und bauten ein mehrstöckiges Papphaus. Mit den Planungen des Neubaus wurde 2017 begonnen. Der erste Spatenstich erfolgte Mitte Februar dieses Jahres. „Wir konnten nicht nur die Bauzeit einhalten, sondern auch noch die Kosten unterschreiten", freute sich Carsten Scherhans vom RSK-Planungsbüro. Er wünschte sich, dass das neue Lehrerzimmer ein Ort der Kooperation und Inspiration werde. Die Kosten für den Neubau (Bauzeit zehn Monate) betrugen 720.000 Euro und wurden ausschließlich aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020" für kommunale Schulinfrastruktur in NRW finanziert. Parallel zum Neubau wurden zusätzliche Brandschutzmaßnahmen in der Aula ausgeführt.

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