Professionell: Feuerwehrmänner und Einsatzkräfte des Rettungsdienstes arbeiten eng zusammen, um die Verletzen zu bergen und optimal zu versorgen. - © Helga Krooß
Professionell: Feuerwehrmänner und Einsatzkräfte des Rettungsdienstes arbeiten eng zusammen, um die Verletzen zu bergen und optimal zu versorgen. | © Helga Krooß

Brakel Erfolgreiche Großübung der Feuerwehr in Brakel

Großübung: Die Feuerwehr Brakel und die Rettungsdienste aus dem Kreis Höxter üben in einem leerstehenden Gebäude am Generationenpark für den Ernstfall. Insgesamt sind 119 Einsatzkräfte vor Ort

Helga Krooß

Brakel. Das Sirenengeheul der Feuerwehr- und Rettungseinsatzfahrzeuge war am Donnerstagabend gegen 19.16 Uhr weit über Brakel hinaus zu hören. In einer Jugendunterkunft am Generationenpark soll im Obergeschoss in einem Zimmer Feuer ausgebrochen sein. Man rechnet mit 23 Verletzten. So das Szenario, das die Feuerwehr Brakel bei einer Großübung in Atmen hielt. Die vielen Einsatzfahrzeuge dürften zumindest die Anwohner aufgeschreckt haben. Um die Übung so realistisch wie möglich durchzuführen, war nur das Vorbereitungsteam darüber informiert. „Solche Übungen sind wichtig, damit im Ernstfall alles reibungslos läuft", meinte Sven Heinemann, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Brakel, auch mit Blick auf den bevorstehenden Annentag. Anlass dazu gab die Umstrukturierung der Führung im Rettungsdienst. „Der Rettungsdienst hatte eine gemeinsame Funkübung vorgeschlagen. Ich habe da aber gleich an eine größere Übung gedacht und mir etwas überlegt", so Heinemann. Er entschied sich für ein leerstehendes Gebäude am Generationenpark, eine ehemalige Unterkunft der belgischen Armee, das sich gegenüber dem Meritus-Alten- und Seniorenheim befindet. Ziel der Übung war, dass alle Einsatzkräfte bei einer Katastrophe geordnet und professionell Hand in Hand arbeiten und zugleich wesentliche Abläufe trainieren, um schnell und effizient Menschenleben zu retten. "Wir sind dem Ziel ein großes Stück näher gekommen, die Bevölkerung im Ernstfall optimal zu versorgen" „Das hat auch soweit gut funktioniert. Viel besser als 2014 bei der Großübung am Kolping-Berufsbildungswerk", zeigte sich Sven Heinemann mit der Einsatzübung zufrieden. Man müsse immer bedenken, dass es ehrenamtliche Einsatzkräfte seien. Jeder von ihnen habe gegeben, was er konnte. Heinemann: „Der Übungsabend war es wert. Wir sind dem Ziel ein großes Stück näher gekommen, die Bevölkerung im Ernstfall optimal zu versorgen". Aus seiner Sicht konnte die Dokumentation erheblich verbessert werden. Auch habe es stets einen Abgleich und Austausch zwischen den Einsatzkräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes gegeben, sodass alle auf dem gleichen Stand waren. Darüber hinaus haben drei Beobachter der Brakeler Feuerwehr die Einsätze der insgesamt 58 Feuerwehrleute des Löschzugs I (Brakel, Bellersen, Bökendorf) und des Löschzugs II (Erkeln, Bellersen und Hembsen) genau dokumentiert. „Die Ausrückfolge richtet sich danach, an welchem Ort das Ereignis ist", erklärte Heinemann den Einsatz der beiden Löschzüge. Zudem waren insgesamt 61 Rettungskräfte aus dem gesamten Kreis Höxter im Einsatz, darunter auch Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bad Driburg und Brakel sowie des Malteser Hilfsdienstes Brakel. Sehr gut fand es Heinemann, dass zwei Notärzte vor Ort waren. Einer von ihnen war Dr. Rüdiger Soyez, Unfallchirurg im Klinikum Weser Egge am Standort Brakel. „Er war von den Übungsdarstellern ganz begeistert", berichtete der Leiter der Brakeler Feuerwehr. Die geschminkten Verletzungen hätten sehr realistisch ausgesehen, habe Soyez bestätigt, der die Übung sehr engagiert mitgemacht habe. Dank galt den 23 Übungsdarstellern Heinemanns Dank galt den 23 Übungsdarstellern aus der DLRG Brakel, des Jugendrotkreuzes Brakel und der Jugendfeuerwehr Brakel, „die ihre Aufgabe durchweg super gut gemacht haben. Das Ganze war sehr authentisch."

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