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Bellersen Das Leben und Wirken von August von Haxthausen

Vor 150 Jahren wurde er in Bellersen beerdigt

Christine Longère
08.01.2017 | Stand 08.01.2017, 10:01 Uhr
Im Jahr 1863: Die Fotografie zeigt August von Haxthausen, den "Tyrann von Thienhausen", im Jahr 1863, sie gehört zum Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. - © Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Im Jahr 1863: Die Fotografie zeigt August von Haxthausen, den "Tyrann von Thienhausen", im Jahr 1863, sie gehört zum Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. | © Universitäts- und Landesbibliothek Münster

Bellersen. Als "Tyrann von Thienhausen" beschreibt ihn die Schriftstellerin Lulu von Strauß und Thornay in ihrem Roman "Vom Biedermeier zu Bismarckzeit". In seinem Roman "Die Herberge der Gerechtigkeit" zeichnete Levin Schücking sein Bild als Baron Bellersheim. Die originelle, facettenreiche Persönlichkeit August von Haxthausens inspirierte Literaten. Sein Name ist eng mit dem "Romantikerkreis" auf Schloss Bökerhof verbunden. Im benachbarten Bellersen fand er am 7. Januar 1867 seine letzte Ruhestätte. Wer war August Franz Freiherr von Haxthausen? Wie der Münsteraner Wissenschaftler Bertram Haller feststellt, ist August - neben seinem Bruder Werner - "der bekannteste Sohn" einer großen alten Adelsfamilie, "die für die Bildungs- und Geistesgeschichte Westfalens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von großer Bedeutung war". Er sei "eine Persönlichkeit, die einerseits durch ihr breites Interessengebiet Erstaunen hervorruft, andererseits durch ihre skurrile und oftmals komische Lebensführung zum Lächeln reizt".