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Besonderer Moment: Elena Kern (Brücke-Moct; v. l.), Bürgermeister Hermann Temme, Michaela Markus (Kulturring Brakel) und Janine Brigant-Loke (VHS-Leiterin) bei der Schlüsselübergabe.
Besonderer Moment: Elena Kern (Brücke-Moct; v. l.), Bürgermeister Hermann Temme, Michaela Markus (Kulturring Brakel) und Janine Brigant-Loke (VHS-Leiterin) bei der Schlüsselübergabe.

Brakel Ein Ort der Integration, Bildung und Kultur

Neues Stadtteil- und Kulturzentrum Lütkerlinde feierlich eingeweiht

Helga Krooß
04.05.2015 | Stand 03.05.2015, 20:18 Uhr

Brakel. Gut ein Jahr haben die Sanierungs- und Umbauarbeiten des neuen Stadtteilzentrums/Kulturzentrums Lütkerlinde in der Brakel gedauert. Am Samstag wurde das Gebäude feierlich eingeweiht. Federführender Betreiberverein ist die Brücke-Moct, dauerhafte Nutzer sind zudem der Kulturring Brakel und die Volkshochschule Bad Driburg-Brakel-Nieheim-Steinheim. In seiner Begrüßungsrede erinnerte Bürgermeister Hermann Temme an die mehr als 250 Vereine in Brakel, die Sport, Theater, Tanz, Musik und vieles mehr bieten und auch daran, dass in den vergangenen Jahren sowohl finanziell als auch materiell so manches Projekt ins Leben gerufen wurde. Doch mit den Angeboten wuchs zugleich der Raumbedarf. Die bisherigen Kapazitäten wie Schulen, Hallen und Haus des Gastes waren vollkommen ausgelastet. "So reifte die Idee, eine multifunktionale Kulturstätte, das Stadtteilzentrum aufzubauen", erzählte Temme. Er dankte den insgesamt 19 an den Umbauarbeiten beteiligten heimischen Firmen, dem Stadtrat und dem Bauausschuss. "Insgesamt haben wir damit an diesem Standort ein Kulturzentrum geschaffen, was Bürgern, aber auch Gästen unser Stadt gleichermaßen zugute kommen soll", so der Bürgermeister. Auch habe das Stadtbild dazu gewonnen. Das neue Stadtteilzentrum/Kulturzentrum sei ein Ort, der dazu einlade, das Lebensumfeld aktiv mitzugestalten. Und weiter: "Das Engagement der Menschen, die sich hier gestaltend und unternehmensfreudig einsetzen, ist überzeugend und verdient größte Anerkennung." Mit den neuen Stadtteilzentrum soll die Pflege der Kultur aller Herkunftsländer möglich sein und die gesellschaftliche Integration weiter gefördert werden. Die Verwaltung des Gebäudes übernimmt der Betreiberverein die Brücke-Moct. "Das bedeutet für uns einerseits große Verantwortung, aber andererseits sind das viele neue Chancen für die Zukunft", stellte die Vereinsvorsitzende Elena Kern heraus. Der Verein Brücke-Moct gründete sich vor sechs Jahren mit dem Ziel, Integrationsarbeit im Kreis Höxter zu leisten. Elena Kern bedankte sich beim kommunalen Integrationszentrum Kreis Höxter und der Stadt Brakel für die Unterstützung und das Vertrauen, vor allem den ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern für das Engagement. Den kirchlichen Segen für das neue Gebäude erteilten der katholische Pfarrer Wilhelm Koch und sein evangelischer Amtskollege Pfarrer Volker Walle. Musikalisch begleitet wurde die Einweihungsfeier von dem Chor Brücke-Moct und dem Kulturring Brakel. Insgesamt wurden etwa 650.000 Euro in die Umbaumaßnahmen des Stadtteilzentrums/Kulturzentrums investiert. Davon verblieb der Stadt Brakel ein Eigenanteil von rund 200.000 Euro. Für die Errichtung hatte die Stadt Brakel das alte Wachgebäude und das ehemalige Sanitätsgebäude der belgischen Nato-Garnison gekauft. Wachgebäude und der Funkturm wurden abgerissen, die Räumlichkeiten des Sanitätsgebäudes komplett entkernt. Für die Nutzung als multifunktionales Stadtteilzentrum war zudem ein Anbau erforderlich. So sind auf rund 300 Quadratmetern Büros für den Verein Brücke-Moct und den Kulturring Brakel untergebracht, ebenso eine Schulungsküche und ein Veranstaltungsraum für Bildung und Kultur mit mobilen Trennwänden. Das Gebäude ist annähernd barrierefrei. Die sanitären Anlagen können gleichermaßen von innen und außen genutzt werden. Ein Bistro mit Außenverkauf und Terrasse sowie ein offener Platz mit der Möglichkeit eine Bühne für Veranstaltungen zu stellen, bereichern die Nutzung des neuen Stadtteilzentrums.

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