Das lustige Bördetheater: Der Bruno ist sein ganzer STolz: Hans Gruber wird nicht müde, von Brunos Qualitäten zu schwärmen. Zum Beweis führt er seiner Frau Elfi (Karola Kornels) und Versicherungsangestellten Rosa Porculus (Yvonne Tabaka) Brunos Pokal vor. - © Saskia Jochheim
Das lustige Bördetheater: Der Bruno ist sein ganzer STolz: Hans Gruber wird nicht müde, von Brunos Qualitäten zu schwärmen. Zum Beweis führt er seiner Frau Elfi (Karola Kornels) und Versicherungsangestellten Rosa Porculus (Yvonne Tabaka) Brunos Pokal vor. | © Saskia Jochheim

Borgentreich Das Stück „Der verlorene Eber“ feiert Premiere in Borgentreich

Die Darsteller begeisterten das Prublikum

Borgentreich. Es ging turbulent zu in der Borgentreicher Schützenhalle: Das lustige Bördetheater führte das Stück „Der verschwundene Eber" auf. Die Darsteller begeisterten ihr amüsiertes Publikum mit herrlich umgesetzten Rollen voller Liebe zum Detail und schauspielerischen Glanzleistungen. Hans Gruber (Norbert Rolf) raufte sich verzweifelt die Haare, tobte und krakelte durch die gute Stube: Bruno, sein Goldstück, der preisgekrönte stolze Eber seines Schweinezuchtbetriebes war verschwunden. Sofort wurde Dorfpolizist Matthias Becker (Christopher Brand) alarmiert, auch die feine Dame der Versicherung Rosa Porculus (Yvonne Tabaka) trat auf den Plan. Hans Gruber (Norbert Rolf) meinte allerdings, den Dieb ganz sicher schon zu kennen: Der diktatorische Schweinezüchter verdächtigte von Stund an seinen Nachbarn und Intimfeind Josef Borg (Ralph Striewe) des bösartigen Diebstahls. Viel Verwirrung Seine Frau Elfi Gruber (Karola Kornels) und des Nachbars Angetraute, Lisbeth Borg (Rita Muhs) ließen wegen der beiden Streithähne so einige Nerven. Die beiden kannten sich seit ihrer Schulzeit und waren nun Leidensgenossinnen im Eheleben. Kitten sollten das zermürbte Verhältnis zwischen den beiden Bauersfamilien der Gruber-Sohn Max (Lorenz Berlage) und die Borg Tochter Lotti (Dörthe Stamm). Die beiden waren sich allerdings einig darüber, den anderen ganz sicher nicht heiraten zu wollen. Ganz entgegen der Pläne ihrer Mütter, hatten Max und Lotti längst anderweitig ihre Herzen verschenkt: Lotti liebte den Knecht Andreas (Frank Eikenberg), Max gehörte zur Magd Klara (Karin Arendes). Das Chaos um den verschwundenen Bruno wurde durch die Mägde Klara, Steffi (Magd der Borgs mit besonderem Akzent: Monika Conze) und Knecht Andreas schließlich noch perfektioniert: Mit Kompetenzen, die weit über Heim und Herd hinausgingen, zogen sie, gemeinsam mit den Ehefrauen und Kindern der Bauern, die Strippen im Hintergrund. Opa mit Durchblick Dem gelangweilten Dorfpolizisten Matthias Becker (Christopher Brand) und der misstrauischen Spürnase von der Versicherung (Rosa Porculus: Yvonne Tabaka) diente das Hofpersonal nur wenig zur Aufklärung des schweinischen Falles. Aber schließlich interessierten die beiden sich am Ende doch mehr füreinander, als für den vermissten Eber. Ruhe im Chaos bewahrte allein Opa Heini (Hartwig Meyer), der die Geschehnisse an den richtigen Stellen trocken kommentierte. Nach rund drei Stunden, prall gefüllt mit allerlei Aufregung und herrlicher Verwirrung, fand die ganze Geschichte aber schließlich doch noch ein gutes Ende: Aus den beiden Höfen entstand eine Kooperation samt gemeinsamer Schweinezucht und einem Hofladen mit eigenen Produkten. Ende gut, alles gut also. Hinter der Stimme aus dem Hintergrund verbarg sich Souffleuse Martina Stüve. Norbert Rolf und viele fleißige Helfer erschufen mit liebevoller Hingabe das Heim der Familie Gruber. Um den Ton kümmert sich Hubertus Herbold, die Kamera wurde geführt von Jörg Striewe.

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