Verärgert: Peter und Irene von Schöning wollen mit aller Macht verhindern, dass die Sicht auf das sehenswerte Haus in Körbecke durch eine Bushaltestelle erschwert wird. - © Hermann Ludwig
Verärgert: Peter und Irene von Schöning wollen mit aller Macht verhindern, dass die Sicht auf das sehenswerte Haus in Körbecke durch eine Bushaltestelle erschwert wird. | © Hermann Ludwig

Borgentreich Streit um neue Bushaltestelle in Körbecke

Peter von Schöning will verhindern, dass der Blick auf sein historisch wertvolles Gebäude verbaut wird.

Borgentreich-Körbecke. Peter von Schöning ist stolz auf sein historisch wertvolles Fachwerkhaus, das er mit seiner Familie in Körbecke bewohnt. Verärgert ist er nun, dass die Stadt Borgentreich plant, an der Straße vor seinem Haus eine Bushaltestelle mit Hochbord einzurichten. „Dieses Haus ist ein Kleinod, viele Leute bleiben hier stehen, um das Haus zu fotografieren", sagt von Schöning, der den schönen Blick auf die Parkanlage und das Vogteigebäude des Klosters Marienmünster von 1748 erhalten möchte. „Mein Haus mit schöner Grünanlage davor, mit einer Bruchsteinmauer und der schönen Optik insgesamt nun mit einer breiten, höchst aufwendig gebauten, barrierefreien Bus-Einsteigemöglichkeit zu versehen, halte ich für unmöglich", betont von Schöning. Anwohner droht mit Klage Nach seiner Ansicht könne man die bestehende Bushaltestelle ausgezeichnet nutzen und umbauen. Dem widerspricht Ortsvorsteher Bernhard Redeker, insbesondere mit dem Blick auf das einzurichtende Hochbord. Nach ausführlichen Beratungen mit den Mitgliedern des Ortsbeirates sei man zur Ansicht gekommen, dass der Platz an der Gemeindehalle ungeeignet sei. Man wolle nun versuchen, einen besseren Standort in der Nähe des Kindergartens zu finden. Dabei wolle man einen Standort wählen, der den Blick auf das Haus möglichst wenig beeinträchtige. Hier sei man noch in Gesprächen. „Wir warten noch die Stellungnahme der Fachbehörden ab", erklärte Elvira Tewes vom Bauamt der Stadt Borgentreich. Peter von Schöning will notfalls mit juristischen Schritten gegen die Planung vorgehen. „Die Bushaltestelle gehört dahin, wo sie ist, nämlich in das Zentrum des Dorfes. Außerdem würde sie vor meinem Haus das Busunternehmen Hecker massiv stören und auch den Zugang zum Kindergarten und zu zwei Deponiebehältern."

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