Nach den Löscharbeiten: Ein Feuerwehrwehrmann begutachtet die geräumte Brandstelle. Das Dach der Lagerhalle, in der Holz- und Palettenstapel Feuer gefangen hatten, ist trotz meterhoher Flammen intakt geblieben. - © Dieter Scholz
Nach den Löscharbeiten: Ein Feuerwehrwehrmann begutachtet die geräumte Brandstelle. Das Dach der Lagerhalle, in der Holz- und Palettenstapel Feuer gefangen hatten, ist trotz meterhoher Flammen intakt geblieben. | © Dieter Scholz

Borgentreich Brand in einer Holzlagerhalle bei Borgentreich löst Großeinsatz aus

Feuer in Borgentreich-Körbecke: Mit 87 Einsatzkräften bekämpfte in der Nacht die Feuerwehr meterhohe Flammen. Dichter Rauch erschwert den Einsatz

Birger Berbüsse
02.02.2019 | Stand 02.02.2019, 12:24 Uhr
Dieter Scholz

Borgentreich-Körbecke. In der Nacht zu Samstag rückte die Feuerwehr zu einem Großeinsatz nach Borgentreich-Körbecke aus. Die Lagerhalle eines im Ort ansässigen holzverarbeitenden Unternehmens an der Straße Im Tirol hatte Feuer gefangen. 87 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst, waren schnell zur Stelle. Die Drehleiter aus Warburg wurde angefordert, auch Einsatzkräfte der Feuerwehr Höxter trafen ein. Verletzt wurde niemand. Der Firmenchef hatte die Flammen gegen 0.15 Uhr bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Der Löschzug Borgentreich und die Löschgruppen aus Körbecke, Rösebeck, Bühne und Lütgeneder rückten an. In der rund 20 Mal 80 Meter großen Halle waren Holzpaletten gelagert. Das Feuer hatte in der Halle auch auf einen Spänebunker übergegriffen. "Rund ein Drittel der Halle stand bei unserm Eintreffen in Vollbrand", berichtete Udo Hillebrand, stellvertretender Leiter der Borgentreicher Feuerwehr. Meterhoch hätten die Flammen aus dem Gebäude geschlagen. Flammen schlagen meterhoch aus dem Gebäude Der Einsatz an der Brandstelle: „Sehr schwer,", sagte Hillebrand, da das Holz bis zu einer Höhe von rund vier Metern bis unters Dach gestapelt gewesen sei. „Daher kamen wir nicht richtig an den Brand heran." Dichter Rauch habe zudem die Sicht behindert. Trotz der großen Hitze sei das Dach aber intakt geblieben. Mit zwei Gabelstaplern des Unternehmens holten Einsatzkräfte gestapeltes Holz und Paletten aus den Toren der Lagerhalle."Auf dem Vorplatz konnte das Material abgelöscht werden", so Hillebrand. Der Spänebunker sei ebenfalls geleert und nach Glutnestern durchsucht worden. Neben der Versorgung mit Löschwasser aus dem Hydrantennetz legten die Einsatzkräfte auch eine Schlauchleitung zum nahegelegenen Vombach. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt streute die Feuerwehr an der Einsatzstelle Salz aus. Die Lösch- und Aufräumarbeiten zogen sich bei gegen 5 Uhr in der Früh. Laut Polizei war es bereits am Freitagnachmittag durch einen technischen Defekt an einer Arbeitsmaschine zu einem ersten Brand gekommen. Diesen hatte der Firmeninhaber selber gelöscht, nachdem er die Maschine aus der Halle herausgeholt hatte. Vermutlich entzündeten sich die Späne später wieder, so dass es zu dem Brand des Lagers kam. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei. Der Sachschaden wird auf auf gut 50.000 Euro geschätzt.

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