Bistumsgeschichte: Im Jahr 2014 erschien der vierte Band der Paderborner Bistumsgeschichte. Über das Erscheinen des Buches freuten sich mit Karl Hengst (r.) Generalvikar Alfons Hardt (v.l.), Erzbischof Hans-Josef Becker und Hans Jürgen Brandt. - © pdp/Throenle (Archivfoto)
Bistumsgeschichte: Im Jahr 2014 erschien der vierte Band der Paderborner Bistumsgeschichte. Über das Erscheinen des Buches freuten sich mit Karl Hengst (r.) Generalvikar Alfons Hardt (v.l.), Erzbischof Hans-Josef Becker und Hans Jürgen Brandt. | © pdp/Throenle (Archivfoto)

Paderborn/Borgentreich Kenner der Paderborner Kirchengeschichte wird 80

Karl Hengst hat zahlreiche Werke zur heimischen Historie veröffentlicht

Paderborn. Er war Direktor der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek und Professor für die Paderborner Bistumsgeschichte an der Theologischen Fakultät. An diesem Samstag feiert Karl Hengst seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar erblickte am 5. Januar 1939 im alten Hochstiftsdorf Bühne bei Borgentreich das Licht der Welt, schreibt der Paderborner Heimatpfleger Michael Pavlicic in seiner Würdigung. „Seine bäuerliche Herkunft und eine daraus resultierende Bodenständigkeit sind ein wesentlicher Faktor dafür, dass Hengst der Geschichte des alten geistlichen, wie auch weltlichen Landes Paderborn sehr zugetan ist", führt Pavlicic aus. Nach dem Abitur am Theodorianum studierte Hengst Theologie in Paderborn und München und wurde 1964 zum Priester geweiht. 1974 promovierte Hengst mit dem Thema „Kirchliche Reformen im Fürstbistum Paderborn unter Dietrich von Fürstenberg". Leiter der Akademischen Bibliothek 1980 erfolgte seine Habilitation über das Thema „Jesuiten an Universitäten und Jesuitenuniversitäten." Im gleichen Jahr ernannte ihn der damalige Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt zum Professor für Kirchengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Paderborner Bistumsgeschichte. 1984 wurde Hengst außerdem die Leitung der Akademischen Bibliothek übertragen. „In relativ kurzer Zeit gelang es dem Jubilar, eine Reihe beachtenswerter Publikationen, zumeist unter Mitwirkung seines Freundes und Kollegen Hans Jürgen Brandt, herauszubringen", schreibt Pavlicic. Dazu zählen wissenschaftliche Festschriften und Ortsmonographien, Bücher über die Paderborner Bischöfe und Weihbischöfe, sowie das Liborifest. Sein Fleiß und Können hätten dazu geführt, dass Hengst 1983 in die Historische Kommission für Westfalen berufen wurde. Hier waren die Herausgabe eines mehrbändigen Westfälischen Klosterbuches sowie des Handbuches der Jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe Schwerpunkte seiner Tätigkeit. Vier umfangreiche Bände zur Geschichte Zusammen mit Brandt schrieb Hengst vier umfangreiche Bände zur Geschichte des Bistums Paderborn. Dieses umfangreiche Werk löste eine veraltete Publikation von 1820 ab. Ein Förderverein zur Restaurierung alter Buchbestände der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek wurde 1987 auf Hengsts Initiative gegründet. Sein unermüdliches kulturhistorisches Engagement wurde mit der Verleihung der „Kulturnadel der Stadt Paderborn" im Jahre 2013 belohnt. Anlässlich des runden Geburtstags würdigt auch der Paderborner Generalvikar Alfons Hardt das Wirken Hengts. „Mit allergrößer Akribie und immensem Sachverstand schenkt er der Kirchengeschichte und vor allem der Geschichte des (Erz-)Bistums Paderborn sein Gesicht."

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