Startschuss für schnelles Internet: Karl-Heinz Wintermeyer (Telekom, v. l.), die Bürgermeister Rainer Rauch und Hans Hermann Bluhm mit Glasfaserrohren, Josef Breuers und Karl-Heinz Rempe (Telekom) sowie Borgentreichs Kämmerer Christof Derenthal stehen vor einem Multifunktionsgehäuse, das ab jetzt für eine flotte Verbindung sorgt. - © Kristina Grube
Startschuss für schnelles Internet: Karl-Heinz Wintermeyer (Telekom, v. l.), die Bürgermeister Rainer Rauch und Hans Hermann Bluhm mit Glasfaserrohren, Josef Breuers und Karl-Heinz Rempe (Telekom) sowie Borgentreichs Kämmerer Christof Derenthal stehen vor einem Multifunktionsgehäuse, das ab jetzt für eine flotte Verbindung sorgt. | © Kristina Grube

Borgentreich/Willebadessen Start für schnelleres Internet in Borgentreich und Peckelsheim

390 Haushalte in Borgentreich und 590 im Ortsteil Peckelsheim in Willebadessen können ab jetzt mit bis zu 250 Megabit pro Sekunde surfen

Kristina Grube
11.12.2018 | Stand 10.12.2018, 20:30 Uhr

Willebadessen/Borgentreich. Von den Einwohnern in Borgentreich und Peckelsheim in Willebadessen wurde es sehnlichst erwartet – und nun ist es da: schnelleres Internet. Dank des Glasfaser-Ausbaus, den die Telekom umgesetzt hat, können ab sofort 980 Haushalte – 390 in Borgentreich und 590 in Peckelsheim – mit bis zu 250 Megabit pro Sekunde im Internet surfen. Die maximale Geschwindigkeit beim Hochladen von Daten in das Internet steigt zudem auf bis zu 40 Megabit pro Sekunde. Damit die Kunden das verfügbare schnelle Internet auch nutzen können, müssen sie jedoch zunächst selbst aktiv werden und einen entsprechenden Tarif buchen. Diesen gebe es ab 29 Euro, sagt Karl-Heinz Wintermeyer von der Telekom. „Wir dürfen die Verträge unserer Kunden nicht automatisch ändern", erklärt er. Eine automatische Anpassung der Geschwindigkeit für bereits bestehende Anschlüsse könne es durch die Telekom darum nicht geben. Wer noch profitieren kann Doch auch Kunden anderer Anbieter könnten künftig von dem Breitbandausbau profitieren. Nämlich dann, wenn diese die entsprechenden Kapazitäten bei der Telekom eingekauft hätten – ein nicht seltener Fall.  „Seit Jahren hatten wir den Wunsch nach einem Hochgeschwindigkeitsanschluss. Und ich hoffe, dass ihn viele Haushalte in Anspruch nehmen werden", sagt Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch. Er ärgert sich über Aussagen wie: „Wir brauchen kein 5G an jeder Milchkanne" – dies ließ jüngst Forschungsministerin Anja Karliczek verlauten. Und auch die juristischen Auseinandersetzungen mit der Bundesnetzagentur und die dadurch entstandenen Verzögerungen des Ausbaus sieht er kritisch. Er freue sich daher umso mehr darüber, dass der Ausbau in Willebadessen und Borgentreich bis Mitte 2019 abgeschlossen sein soll – auch mithilfe des Telekommunikationsunternehmens Sewikom. Der aktuelle Ausbau habe die Telekom einen knappen sechsstelligen Betrag gekostet, der jedoch ohne Fördergelder und Zuschüsse realisiert werden konnte, sagt Wintermeyer. Die Hauptkosten lägen dabei im Tiefbau, erklärt Karl-Heinz Rempe. Hier wurden viele kurze Stücke mit Rohren bestückt, die zusammen einen Kilometer betragen. Zwei Kilometer Glasfaser wurden aber insgesamt verlegt. „Das kommt daher, dass wir auf vorhandene Leer-Raum-Kapazitäten mit nicht genutzten Rohren zurückgreifen konnten. Der Breitbandausbau in der Region sei auch deshalb so schwer umzusetzen, da es im Tiefbau nur noch wenig Möglichkeiten gebe, Rohre neu zu verlegen, sagte Rempe.

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