Symbolbild. - © picture alliance / ZB
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Borgentreich Kriminelle geben sich in Borgentreich als Microsoft-Mitarbeiter aus

Polizei: Bürger müssen sich vor Kriminellen in Acht nehmen, die versuchen, Verbraucher durch einen Trick mit einer gefakten Fernwartungssoftware abzuzocken

Borgentreich/Kreis Höxter. Wie die Polizei mitteilte, erhielt am Dienstag eine 57-jährige Frau aus Borgentreich einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter der Firma Microsoft. "Der Mann gab an, dass man festgestellt habe, dass ihr Computer mehrfach gehackt worden sei und dadurch von Viren befallen sei", so Polizeisprecher Andreas Hellwig. Durch die geschickte Gesprächsführung und Übermittlung angeblicher Fehler-Protokolle sei die Internet-Nutzerin dazu bewegt worden, diese angebliche Service-Dienstleistung zu bezahlen. "Als weitere Beträge mit gekauften iTunes-Karten beglichen werden sollten, wurde sie misstrauisch und verständigte die Polizei", meldet Hellwig. "Nach eigenen Angaben des Unternehmens verschickt Microsoft weder unaufgefordert E-Mails, noch fordern Mitarbeiter per Telefonanruf oder Sicherheitshinweis am PC persönliche oder finanzielle Daten an", erklärt der Polizist. "Erhalten Sie einen Anruf von einem vermeintlichen Support-Mitarbeiter, beenden Sie schnellstmöglich das Gespräch. Reagieren Sie nicht auf vermeintliche Warnhinweise, die auf dem Browser-Bildschirm erscheinen oder auf E-Mails und laden Sie keine Anhänge herunter." Polizei rät, Zugangsdaten zu ändern In keinem Fall sollten private Daten herausgegeben werden, warnt Hellwig. "Haben Sie bereits mit einem angeblichen Support-Mitarbeiter gesprochen, kann es sein, dass eine Schadsoftware auf Ihrem Computer installiert wurde", so Hellwig weiter. "Trennen Sie dann Ihren PC vom Netz und lassen Sie ihn von einem Experten prüfen". Die Polizei rät auch dazu, anschließend alle Passwörter und Zugangsdaten zu ändern (vor allem Zugänge zu E-Mail-Konten, Online-Banking und Online-Shops). "Lassen Sie sich nicht von Drohungen irritieren, wonach der Anrufer Windows-Versionen löschen will, wenn Sie das Programm nicht installieren", hält Hellwig fest. Betroffene sollten den Vorfall bei der Polizei, Tel. (0 56 41) 788 00 melden.

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