Die Familie kommt zu Besuch und bringt Schwung ins alte Schloss: Titian Gievers (v. l.), Lisa Sander, Hannah Pelletier, Meike Hartung (verdeckt), Ida Waldeyer, Janne Waldeyer und Frederik Wiemers. - © Privat
Die Familie kommt zu Besuch und bringt Schwung ins alte Schloss: Titian Gievers (v. l.), Lisa Sander, Hannah Pelletier, Meike Hartung (verdeckt), Ida Waldeyer, Janne Waldeyer und Frederik Wiemers. | © Privat

Natzungen Theater: Natzunger Kolpingjugend präsentiert Krimikomödie

Dem Publikum boten die jungen Natzunger Schauspieler, die ihr Stück "Schluss im Schloss" selbst geschrieben hatten, auf der Bühne einen äußerst vergnügten und kurzweiligen Abend

Markus Tewes

Natzungen. Das Publikum in der ausverkauften Natzunger Gemeindehalle kam voll auf seine Kosten: Die Lachmuskeln wurden reichlich strapaziert, als am Freitagabend die Jugendgruppe der Theaterspieler der örtlichen Kolpingsfamilie ihr selbstentwickeltes Stück "Schluss im Schloss" auf eine prachtvoll hergerichtete Bühne brachte. Über Wochen hatten sich die Kinder und Jugendlichen des Kreativ-Theaters der Theatergruppe der Kolpingsfamilie Natzungen unter der Leitung von Heike Tewes zunächst mit dem Verfassen und dann mit den Proben zur Kriminalkomödie "Schluss im Schloss" beschäftigt. Im Schloss des verarmten Grafenpaares von der Spiegelburg, gespielt von Lisa Sander und Titian Gievers, geht es hoch her. Feriengäste, die sich als Erpresser (Amber Gievers) und Diebe (Lena Böttcher und Louis Pelletier) entpuppen, tauchen ebenso auf wie bisher verleugnete uneheliche Kinder des Grafenpaares (Johanna Justus und Samuel Böttcher) sowie der gemeinsame Sohn (Frederik Wiemers) mit seiner Familie. Vor allem die drei Enkelkinder, witzig in Szene gesetzt von Hannah Pelletier sowie Ida und Janne Waldeyer, sorgen für Verwirrung auf der Bühne und Lachsalven bei den Zuschauern. Sie schaffen es mit ihren kindlichen Fragen aber auch, die Erpresserin auf den Weg der Tugend zurückzubringen. Dabei dreht sich schließlich alles um ein Gemälde, das seit Jahren unscheinbar an der Wand hängt, sich im Laufe des Abends aber als unfassbar wertvoll herausstellt. Mehrfach verpfändet, versteckt und gestohlen, vom FBI (Emelie Sander und Anna Sauerland) und einer Kommissarin im Erziehungsurlaub (Melanie Dierkes mit ihrer zweijährigen Tochter Leonie) ebenso oft wieder zurückgebracht, wird es schließlich von der Butlerin der gräflichen Herrschaften (Meike Hartung) als Ausgleich für ausstehende Gehaltszahlungen und zur Unterstützung von "Butler in Not" endgültig entwendet. Der Verdacht der versammelten Familie fällt dann mit dem Vorhang in der Schlussszene auf eine ebenfalls plötzlich aufgetauchte reiche Cousine aus Amerika (Jule Hartung), die eigentlich nur ihre Unterstützung anbieten wollte. Ein gelungener Theaterabend der Nachwuchsspieler Die begeisterten Zuschauer erlebten nicht nur ein humoriges und kurzweiliges Stück, das von den Spielern im Alter von acht bis 15 Jahren gekonnt aufgeführt wurde. Sie durften sich auch in einem besonderen Ambiente wohl fühlen. So wurden sie im Eingangsbereich zur Theaterhalle freundlich und persönlich von Jürgen Hartung und Rüdiger Pelletier empfangen und auf den Theaterabend eingestimmt. In der Pause konnten sie sich am reichlich gedeckten Buffet mit Leckereien, die die Eltern der Theaterkinder hergestellt hatten, laben. Als Souffleuse sorgte Anna Böttcher für die nötige Sicherheit bei den vielen Textbeiträgen und trug so zum Erfolg des Abends bei. Auch die Bühne, die von Karl Jochheim und Markus Tewes aufgebaut und mit Requisiten aus dem Familienfundus der Schauspieler ausgestattet worden war, fand lobende Anerkennung. Ein gelungener Theaterabend, bei dem die Nachwuchsschauspieler wohl das Ziel eines jeden Künstlers erreichten: dem Publikum eine vergnügten und kurzweiligen Abend zu bieten, an den man gern zurückdenkt.

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