Rocken mächtig ab: Freedom Call riss die rund 450 Heavy-Metal-Fans im Bergdorrf Manrode zu Begeisterngstürmen hin. - © Kurt Diesterheft
Rocken mächtig ab: Freedom Call riss die rund 450 Heavy-Metal-Fans im Bergdorrf Manrode zu Begeisterngstürmen hin. | © Kurt Diesterheft

Manrode

Fest-Evil: Zum 10-jährigen Jubiläum präsentiert das Heavy-Metal-Festival in Manrode acht Top-Bands

Kurt Diesterheft

Am Sportplatz in Manrode hat das Fest-Evil allen Grund zum Jubel: Die Ohren klingeln immer noch. Lag es an den Gitarren von Hopelezz oder dem tiefen, grollenden Texten von Nothgard? Doch ist der Gehörschaden ist auch nach zehn Jahren Fest-Evil ausgeblieben. Seit 2008 stemmen die Verantwortlichen des Fest-Evil-Kommitees nun schon die Veranstaltung. In diesem Jahr betraten Bands wie GrimGod, Seven Thorns aus Dänemark oder Nothgard aus Deggendorf die Bühne. Sie ließen ihre rauen Stimmen übers Publikum schallen, trieben mit den flinken Fingern die Gitarren zur Hochleistung und ließen beim Headbanging lange Haarschöpfe über die Bühne fegen. Um es auf den Punkt zu bringen, die rund 450 Fans bekamen ein Spektakel vom Feinsten geboten. Eleftherios Mavros, kurz Mavro, moderierte im Vintage-Look die Bands an. Seine Aufgabe als Anheizer führte das Publikum durchs Programm. Mavro präsentierte die Bands Psychedelic Bullet, Existence Failed, GrimGod ebenso wie den Headliner Freedom Call - die ließen es dann auch richtig krachen. Natürlich konnte Maik Scherf, Chef des Veranstaltungsteams, auch zum Jubiläum zufrieden sein, schließlich hatte er das Fest-Evil mit aus der Taufe gehoben. Eine Laudatio hielt selbst der Borgentreicher Pfarrer Werner Lüdkefend am Mikro. Erstmalig auf der Manroder Bühne spannte er einen Bogen über die vergangenen Festivalzeiten. Er sei von Anfang an mit dabei, sagt der Geistliche und zog insgesamt ein positives Fazit. Lütkefend lobte die Arbeit von „36 Typen im Alter von 30 bis 50 Jahren", die das Fest-Evil vorangebracht hätten. Einen besonderen Gag hatte sich die Fest-Evil-Crew für die Musiker der Band GrimGod überlegt. Denn der Gitarrist hatte Nachwuchs bekommen: Die Ankunft von Baby Alexander wurde mit einer großen Torte begrüßt. Den Festival-Absacker mit der Band Chaos Path aus der Kasseler Szene, brachte den Abend zu einem runden Abschluss. Auf die Crew, mannigfach im Hintergrund wirkend, war auch nach zehn Jahren wieder einmal Verlass.

realisiert durch evolver group