Schautafeln: Rolf Quaquil an einer der Informationstafeln zur Ausstellung „Ein Wildtier kehrt zurück“. - © Simone Flörke
Schautafeln: Rolf Quaquil an einer der Informationstafeln zur Ausstellung „Ein Wildtier kehrt zurück“. | © Simone Flörke

Boffzen Glasmuseum Boffzen zeigt Ausstellung zum Thema Wolf

Sonderausstellung: Wie es sich mit dem neuen vierbeinigen Nachbarn leben lässt, darüber wollen die Verantwortlichen sachlich informieren – Erwachsene wie Kinder

Boffzen. Wölfe sind wieder heimisch geworden in Niedersachsen. Grund genug für das Betreiberteam des Glasmuseums Boffzen, dem Wildtier eine Sonderausstellung bis zum 7. Oktober zu widmen. Eröffnet wird sie an diesem Sonntag, 12. August, um 11 Uhr unter dem Titel „Der Wolf – ein Wildtier kehrt zurück". In diesem Tag werden auch besondere Aktionen für die Besucher angeboten. Die Ausstellung ist entstanden durch eine Kooperation des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie des Landesmuseums Hannover. Das Land Niedersachsen will damit die Akzeptanz für den Wolf stärken, um ein Miteinander von Wolf und Mensch zu ermöglichen. Aktuell gibt es in Niedersachsen 16 Wolfsrudel. Dazu kommen mindestens vier Wolfspaare und ein Einzelwolf in freier Wildbahn. Und dass es den Wolf auch in Ostwestfalen und dem Kreis Höxter mittlerweile wieder gebe, habe zuletzt eine Sichtung bei Marienmünster gezeigt, sagt Manfred Bues vom Glasmuseum-Team. Obwohl sie meist im Verborgenen leben, verfolgen wir ihre Ausbreitung mit großer Aufmerksamkeit, Neugier, zum Teil auch mit Sorge. Deshalb ist ihm wichtig, die gesamte Bandbreite an Informationen für die Besucher auf sachliche Art und Weise anzubieten: Das Phänomen Wolf beschäftige viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen: Ob Naturschützer, Nutztierhalter, Jäger, Tierschützer und Anwohner – sie alle hätten eigene Blickwinkel. In der Ausstellung gehe es vor allem darum, den Wolf als das wahrzunehmen, was er sei: „Ein Wildtier, das als wichtiger Teil des Naturhaushalts seinen Platz in Mitteleuropa hat", heißt es von den Initiatoren. Wie Schutz für Wölfe und vor Wölfen sinnvoll gestaltet werden kann Die Ausstellung lädt dazu ein, die Lebensweise der Wölfe näher kennenzulernen, um zu verstehen, wie Schutz für Wölfe und vor Wölfen sinnvoll gestaltet werden kann. Zudem wird der Wolfskoffer des Schulbiologiezentrums Hannover die Ausstellung ergänzen und besondere Eindrücke vom Wolf mit Exponaten vermitteln. Für junge Besucher gibt es speziell eine Spielecke zum Thema Wolf, dazu eine Höhle mit Bildschirm und Informationsfilm. Mithilfe von Sponsoren kann das Glasmuseum am Eröffnungssonntag den Besuchern noch mehr bieten. „Zwei Falkner werden ihre Arbeit mit den Wüstenbussarden und die Jagd mit Frettchen präsentieren. Auch der Herdenschutz von Schafen mit einem Maremmen-Abruzzen-Schäferhund, ein Herdenschutzhund aus Italien, wird gezeigt", sagt Organisator Manfred Bues, der dafür seinen Buffo mitbringt und eine kleine Schafherde organisiert hat. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

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