Headbanging inklusive: Die Band Demora rockte wieder das Laub von den Solllingbäumen. - © Manuela Puls
Headbanging inklusive: Die Band Demora rockte wieder das Laub von den Solllingbäumen. | © Manuela Puls

Fürstenberg Solling Jump: Hunderte Besucher feiern Festival bei Hitze und Regen

Solling Jump: Sieben Bands spielen bei dem Event in Fürstenberg. Mehrere Hundert Besucher erleben Hardrock und Heavy Metall live am Waldesrand

Manuela Puls

Fürstenberg. Die fünfte Auflage vom Solling Jump am Waldesrand am Samstag begann erst ziemlich hitzig. Doch dann sorgten Gewitterschauer für eine deutliche Abkühlung beim kleinen Festival auf dem Gelände des Fürstenberger Schullandheims. Einige Open-Air-Besucher suchten vor dem Regen Schutz unter Zelten oder im Gebäude, andere hatten vorsorglich Regenkleidung mitgebracht. Die Jüngsten hatten zwischendurch Spaß am Pfützenspringen, ehe der Himmel wieder seine Schleusen dicht machte und es auf den beiden Bühnen mit feinster Live-Musik weiterging. Viele Besucher bringen ihre Kinder mit „Wir sind schon zum dritten Mal dabei, weil das hier so eine tolle Atmosphäre, so schöne Musik und so eine gute Stimmung ist", lobte Simone Wedekind aus Amelith den Solling Jump am Waldesrand. Die Kinder Lukas (9) und Johanna (6) waren auch mit von der Partie – natürlich ausstaffiert mit Gehörschutz und Regenjacken. Das Festival ist tatsächlich ausgesprochen familienfreundlich. Es gab Platschbecken und eine Malecke für die Kleinen. Nicht wenige Besucher hatten ihre Kinder mitgebracht. Familie Wedekind lauschte den ruhigen Klängen von der gemütlichen Waldbühne vor der malerischen Kulisse des Mittelalterdorfes Bokenrode. „Das ist doch richtiges Festival-Wetter hier", meinte das Duo Moe, das nach Jan Kalter auftrat, während es auf der Hauptbühne im Innenhof deutlich rockiger und härter zuging. „Give me five" hieß in diesem Jahr das Motto. Für amerikanisches Flair sorgten Burger, Flaggen und ein alter Ford im Eingangsbereich. Ab dem späten Nachmittag traten dort „A Time to Stand", „Nadja’s Kitchen" und „Beastless" auf, ehe es nach dem Regen-Zwischenspiel mit „Demora" weiterging. Headbanging war natürlich Ehrensache „Ich hoffe, ihr seid nicht zu nass geworden", meinte Leadsänger Robin Beker zur Begrüßung. „Demora" wollte nach 2015 zum zweiten Mal beim kleinen Fürstenberger Festival das Laub aus den Bäumen rocken – und das gelang den Jungs aus Berlin auch, selbst wenn nur einige Hundert Festival-Besucher mitfeierten. Headbanging war natürlich Ehrensache – ebenso wie der Flaschenöffner am Mikrofon-Ständer. „Want to be loud" heißt einer der „Demora"-Songs, und das passt wie die Faust aufs Auge zu den Hardrockern aus der Hauptstadt. „Das war fett, würde ich sagen", freute sich Robin Beker. Er verteilte kostenlos Band-T-Shirts und CDs an die Festival-Besucher und war sich nicht zu schade, anschließend die Absperrungen für den Hauptact „Metakilla" (Metallica-Coverband) aufzubauen. Mehr als zwei Stunden rockt die Heavy-Metal-Tribute-Band das Fürstenberger Festival. Carolin Watzlawik war mit Freunden aus Deensen und Golmbach zum Solling Jump gekommen und fand es super. „Schön, dass es so etwas hier gibt – nur leider sind zu wenig Leute gekommen", meinte sie. Die Waldbühne sei „total chillig" und auch die Bands auf der Hauptbühne kamen bei Carolin Watzlawik gut an. „Toll, was der Fürstenberger Jugend- und Kulturverein hier auf die Beine stellt, und das schon seit fünf Jahren durchhält", sagte sie. Auch der Eintrittspreis sei wirklich moderat.

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