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Melanie Dulat Fotografin - © Mareike Gröneweg
Melanie Dulat Fotografin | © Mareike Gröneweg

Boffzen Glasmuseum Boffzen: Das Schöne eines Menschen einfangen

Vernissage: Die Ausstellung der Fotografin Melanie Dulat wird am Sonntag im Glasmuseum Boffzen eröffnet. Die 25-Jährige erhielt bereits mehrere Preise für ihre Kunst. Sie zeigt Naturaufnahmen und Porträts

Mareike Gröneweg
09.06.2018 | Stand 08.06.2018, 16:44 Uhr

Boffzen. Egal ob Nahaufnahme eines Blattes oder Porträt eines schrill geschminkten Models: Melanie Dulats Fotografien haben etwas gemeinsam: Sie alle strahlen eine romantische und fast märchenhafte Stimmung aus. Ab Sonntag stellt die 25-Jährige rund 50 Fotografien aus ihrem Repertoire im Glasmuseum Boffzen aus. Die Ausstellung wird bis zum 24. Juni gezeigt. „Es sind Kleinigkeiten wie der Frost auf einem Blatt, die mir auffallen und die ich auf Fotos in Erinnerung halten möchte", erklärt Dulat ihre Motivwahl. Dulat ist in Höxter geboren, zog aber mit 18 Jahren für ein Fotografie-Praktikum nach München. Und blieb da. Heute ist sie hauptberuflich Fotografin und lebt von Porträtaufnahmen sowie der Hochzeits- und Paarfotografie. Sie erhielt bereits den Jugendfotopreis auf der Photokina, gewann den Canon-Fotowettbewerb und veröffentlichte einige Fotos auf der Website des Magazins Stern. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn die eigenen Bilder dort veröffentlicht werden. Sie erreichen dadurch viele Menschen", sagt Dulat. Alle Bilder wirken wie aus einem Guss geschaffen Ihre Bilder bearbeitet sie grundsätzlich mit einem Bildbearbeitungsprogramm nach. Der Effekt: Alle Bilder wirken wie aus einem Guss geschaffen. „Sie wirken fantasievoll", beschreibt Dulat es in ihren eigenen Worten. Porträts sind zwar ein Trendmotiv, was sie jedoch auch als Genre schwierig macht: „Ein gutes Porträt sollte Emotionen rüberbringen, die der Zuschauer nachempfinden kann", sagt Dulat. Sie wolle das Schöne eines Menschen einfangen und zeigen. Als besonders emotional beschreibt Melanie Dulat ihre Arbeit als Hochzeitsfotografin. „Es ist schön, die Menschen so glücklich zu sehen. Das macht mich auch glücklich", berichtet sie. Gleichzeitig sei die Hochzeitsfotografie eine Branche, die auch mit Druck und Stress verbunden ist: Wenn eine Braut beispielsweise im weißen Kleid den Gang zum Bräutigam hinunter schreitet, lasse sich das – anders als bei Shootings – nicht wiederholen. „Da muss alles passen, sonst ist der Moment vorbei." Gleichzeitig habe das den Vorteil, dass Hochzeitsfotografie in solchen Momenten nicht gestellt sei, sondern pure Gefühle einfange. Ein Mix aus Naturaufnahmen und Porträts Die Ausstellung im Glasmuseum zeigt einen Mix aus Naturaufnahmen und Porträts. Gezeigt werden am Sonntag auch Fotobücher und Postkartenmotive. Melanie Dulats Lieblingsbild hängt bereits an der Wand: Eine Nahaufnahme, die im Weserbergland entstand. Zu sehen ist ein Blatt, das noch vom Frost bedeckt ist.

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