30 gerahmte Bilder: Sie sollen in der Jubiläums-Sonderausstellung zu sehen sein, die am 31. August im Glasmuseum eröffnet wird. Hinzu kommt laut Walter Waske eine Diashow mit weiteren etwa 100 Fotos aus der Geschichte des Unternehmens. - © Simone Flörke
30 gerahmte Bilder: Sie sollen in der Jubiläums-Sonderausstellung zu sehen sein, die am 31. August im Glasmuseum eröffnet wird. Hinzu kommt laut Walter Waske eine Diashow mit weiteren etwa 100 Fotos aus der Geschichte des Unternehmens. | © Simone Flörke

Boffzen Museum dokumentiert Geschichte der Glasherstellung in Boffzen

Noch fehlen zu einigen historischen Fotos die Namen der abgebildeten Personen

Simone Flörke

Boffzen. "Von wegen nur Einmachgläser - 150 Jahre Noelle und von Campe (NC)" heißt die neue Ausstellung im Glasmuseum in Boffzen. Sie wird am Mittwoch, 31. August, um 19 Uhr eröffnet und ist bis zum 30. Oktober zu sehen. Gezeigt werden unter anderem 30 gerahmte Fotos sowie 100 Fotos als Diashow, die das Leben und Arbeiten rund um die Glashütte dokumentieren, sagt Freundeskreis-Vorsitzender Walter Waske. "Von der Produktion bis zum Betriebsfest, vom Einkochglas bis zur Schlusslaterne am Zug." NC stellte bisher der Öffentlichkeit nicht bekannte Unterlagen aus dem Firmenarchiv zur Verfügung. Dazu kamen Akten aus niedersächsischen Archiven. Angehörige von Glasmachern gaben alte Fotos heraus. Zum 150-Jährigen des Unternehmens und zum 25-Jährigen des Glasmuseums Boffzen also ein doppelter Grund, auf die Geschichte zurückzublicken. Weil einige Personen auf den Fotos noch nicht identifiziert wurden, hofft Waske auf Unterstützung aus der Bevölkerung, um den abgebildeten Menschen einen Namen zu geben. Auch weitere Informationen und Bilder - auch aus der Georgshütte - werden gesucht. Leser, die den Freundeskreis mit weiteren Namen und Leihgaben unterstützen möchten, sollen sich ans Glasmuseum wenden. "Wir hoffen, mit den Fotos die Menschen neugierig zu machen, dass viele Freunde oder Familienmitglieder erkennen", erläutert der Vorsitzende. "Das bislang älteste Foto ist eine Luftaufnahme von 1915. Es zeigt beide Glashütten und die Arbeiterhäuser - mehr war noch nicht drum herum", erklärt Waske. Weitere Luftbilder zeigten die Entwicklung und wie sich der Ort verändert habe. Die ältesten Fotos insgesamt sind die der Unternehmensgründer aus dem 19. Jahrhundert. Neben dem Leben in der Hütte und ihrer Arbeit wolle man auch die Freizeit der Mitarbeiter dokumentieren. "So haben sie zum Beispiel den Männergesangverein Germania Boffzen gegründet, von dem sich später auch der Gemischte Chor mit Sängerinnen abspaltete." Zudem wird es in der Ausstellung im Museum einen Zeitstrahl geben - von 1891 bis 2016.

realisiert durch evolver group