Kein Halten mehr: So sieht es aus, wenn beim T-Mania die Post abgeht. - © Burkhard Battran
Kein Halten mehr: So sieht es aus, wenn beim T-Mania die Post abgeht. | © Burkhard Battran

Beverungen Legendäre energiegeladene Live-Auftritte beim T-Mania in Dalhausen

Warum das Festival so beliebt ist

Burkhard Battran
08.07.2019 | Stand 08.07.2019, 14:59 Uhr |

Dalhausen. Tolle Stimmung beim 16. T-Mania-Festival auf dem Sportplatz in Dalhausen. Am Samstag standen dort vor rund 400 Besuchern von nachmittags bis kurz vor Mitternacht sieben Bands auf der Bühne. Als letzter Act kamen um 22.30 Uhr die Bad-Nenndorf-Boys auf die T-Mania-Bühne. Seit 2002 musiziert sich die niedersächsische Ska-Punk-Kapelle mit ihren deutschen Texten quer durch die Republik. Ihre energiegeladenen Live-Auftritte sind mittlerweile legendär. Auch beim T-Mania war das Sextett schon zum wiederholten Male dabei. Wo einem anderswo die Füße einschlafen, locken die Bad-Nenndorf-Boys mit ihren charakter-starken Hymnen zur Ekstase. Aber nicht nur auf der Bühne haben sich die sechs Musiker einen Namen gemacht. Nach dem Debütalbum „Le Ska c'est moi" legten sie mit „Wir lügen nicht", „Ich will alles" und „Noch 'ne Runde" in den vergangenen Jahren drei weitere überzeugende Gesamtkompositionen auf den Plattenteller. Die Jungs ruhen sich aber keineswegs auf ihren Hits aus. Es juckt ihnen in den Fingern, und so halten die Bad-Nenndorf-Boys immer neue Rock´n´Roll-verliebte Ska-Nummern für die Zukunft bereit. Kapelle Petra sind schon alte Bekannte Alte Bekannte des T-Mania sind auch die Bands Kapelle Petra aus Hamm und die Warburger Punkband Scunks. Aber auch neue Namen waren bei dem Festival dabei. Eine spannende Neuentdeckung war die Berliner Garagen-Rockband Black Palms. Das Psychedelic-Quartett pfeift auf ausgereifte Studiotechnik und hat seine bisherigen Plattenveröffentlichungen alle mit dem Smartphone aufgenommen und anschließend am Computer für das Mixing & Mastering arrangiert. Die Musik transportiert dabei einen rohen, melodischen Sound und liefert Freiraum für die Instrumente. In eine ähnliche Richtung ging auch die Musik der Recklinghausener Band Spit Pink. Energiegeladener Punk mit Einflüssen von Rock’n‘Roll und Garage, schweißtreibend und dreckig. Mit stampfenden Beats und krachendem Gitarrensound heizte das Quartett den T-Mania-Besuchern ein. Gastmusiker spielen spontan mit Viel Spaß verbreitete auch die Paderborner Rockcover Band "Uwe against the machine”. Die Band hat keine Berührungsängste, spontan Gastmusiker mitspielen zu lassen. So stand Festivalmitorganisator Tobias Böker als Bassist bei "Uwe” auf der Bühne und die gebürtige Dalhäuser Kunsterzieherin Stefanie Vössing offenbarte ein erstaunliches Gesangstalent. Die "Uwe”-Band machte mit ihren 90er-Covern dort weiter, wo am Freitag die 70er-Rockcover Band "Straight” mit ihrem Festival-Warm-Up gestartet war. "Es war ein toller Abend und wir waren in Höchstform”, sagt Bassist Hanni Otto. Straight ist eine Institution im Kreis Höxter. Seit 30 Jahren gibt es die Band, die ihren Proberaum nur wenige hundert Meter Luftlinie vom Festivalgelände hat.

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