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Der Offene Ganztag in Beverungen platz aus allen Nähten - es wird dringend Platz benötigt. - © Pixabay
Der Offene Ganztag in Beverungen platz aus allen Nähten - es wird dringend Platz benötigt. | © Pixabay

Beverungen Platzmangel an der Beverunger Grundschule

Die Gebühren für die stark nachgefragte Ganztagsbetreuung sollen angepasst werden

Manuela Puls
03.06.2019 | Stand 02.06.2019, 13:51 Uhr

Beverungen. Die Beverunger Grundschule braucht mehr Platz, insbesondere die Nachmittagsbetreuung platzt aus allen Nähten. Deswegen befasst sich der Ausschuss für Familie und Bildung in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 4. Juni, mit Erweiterungsplänen sowie mit einer Anpassung der Elternbeiträge. Immer mehr Eltern nehmen in Beverungen die offene Ganztagsgrundschule in Anspruch. Im kommenden Schuljahr werden es schon 102 Kinder sein. Die Tendenz ist weiter steigend, einige stehen bereits auf der Warteliste, meldet die Beverunger Stadtverwaltung. 70 Prozent der Eltern wünschen sich einen Betreuungsplatz Prognosen zufolge werden zukünftig 70 Prozent der Eltern einen Betreuungsplatz wünschen. Dann würden in Beverungen langfristig etwa 200 Kinder die OGS besuchen. Schon aktuell ist das angemietete Gebäude am Weserradweg allerdings an seiner Belastungsgrenze angekommen. Das gilt genauso für die Betreuung von "Acht bis Eins", wo zum neuen Schuljahr 56 Anmeldungen vorliegen. Insgesamt hat der Hauptstandort Beverungen einen wachsenden Raumbedarf. Unter anderem fehlen Fachräume, ein größerer Verwaltungsbereich und Räume für die Inklusion. Die Barrierefreiheit ist beispielsweise nur zum Teil im Südflügel gegeben. Um- und Anbauten an der Grundschule sind nach Einschätzung der Verwaltung unumgänglich. In der Sitzung wird deshalb ein Schulbauberater Vorschläge unterbreiten. Diskussion um neue Beitragssatzung Außerdem wird der Ausschuss für Familie- und Bildung eine neue Beitragssatzung für die OGS diskutieren. Auf der einen Seite will die Verwaltung sozial schwache und kinderreiche Familien entlasten. Bis zu einem Einkommen von etwa 19.199 Euro (bislang 15.499 Euro) müssten diese dann nur zehn Euro im Monat zahlen. Auf der anderen Seite soll der Höchstbeitrag steigen von bislang 150 auf 185 Euro pro Monat. Das gilt für Eltern, die mehr als 68.750 Euro (bisher 62.500 Euro) verdienen. Außerdem sieht der Entwurf eine jährliche Erhöhung der Beiträge um drei Prozent vor. Verändert werden soll auch die Geschwisterregelung. Künftig würde nur dann der Beitrag für das zweite Kind erlassen, wenn das erste Kind bereits die OGS besucht. Bislang gilt diese Geschwisterregel auch für den Besuch von Kindertageseinrichtungen. Der Ausschuss für Familie und Bildung tagt am 4. Juni um 18 Uhr im Mehrzweckraum der Grundschule.

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