Kleine und große Majestäten beim Einzug in die Kirche. - © Torsten Wegener
Kleine und große Majestäten beim Einzug in die Kirche. | © Torsten Wegener

Beverungen Kostümierte Christen feiern Gottesdienst in Beverungen

Ökumenischer Karnevalsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist

Beverungen. Es ist mittlerweile ein Muss für die Jecken des Carnevalsverein Weserbrücke (CVWB): Der Start in die turbulente Endphase der Session wird mit einem ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Johannes Baptist in Beverungen gefeiert. Mit dem Leitspruch "Eins - sein" ging es bunt und fröhlich im voll besetzten Gotteshaus zu, ohne dabei die ruhigeren Töne zu vernachlässigen. Es war mittlerweile die neunte Auflage des ökumenischen Karnevalsgottesdienstes in Beverungen. Zelebriert wurde der Gottesdienst vom katholischen Pastor Stephan Massole aus Beverungen und dem evangelischen Jugenddiakon Dierk Stelter aus Lauenförde. Für die musikalischen Klänge sorgten Silke Lüpkes am Keyboard und der Lauenförder Posaunenchor. "Es ist schön, dass wir auch den Posaunenchor erstmals für die Gottesdienst gewinnen konnten. Die Besucherzahlen waren wieder sehr gut. Der Gottesdienst wird sicherlich weiter ein fester Bestandteil unserer Session bleiben", sagt der CVWB-Präsident Friedhelm Dierkes, der zu den Hauptinitiatoren des Karnevalsgottesdienstes seit 2011 gehört. Einzug mit großem Gefolge Mit großem Gefolge zogen Pastor und Diakon, die Prinzenpaare und Garden des Carnevalsvereins Weserbrücke sowie die Alte Garde von 1956 und die Tanzgarde der Kolpingfamilie Beverungen in die Kirche ein. Viele Gottesdienstbesucher erschienen verkleidet. Für die Büttenpredigt in Reim-Form waren Massolle und Stelter zuständig. Sie beherrschten den Balanceakt zwischen Predigt und Büttenrede, zwischen katholisch und evangelisch, zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Mit Leichtigkeit griffen sie das Sessionsmotto "Ganoven, Diebe, scharfe Mädchen, die Unterwelt im Weserstädtchen" auf. "Lass es hinter dir, auch die ganze Gier. Das ist die richtige Spur, das Böse in die Müllabfuhr", reimten sie und befanden: "Zwielicht bricht dir das Genick, eins sein ist mehr als schick. Es ist der bessere Pfad, mit Gottes Gnad." Mit viel Applaus wurden alle Protagonisten des Gottesdienstes bedacht, bei den Liedern wie „Echte Freunde steh’n zusammen" klatschten die jecken Gottesdienstbesucher rhythmisch mit.

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