Der Festablauf steht: Walter Jurak (v. l.) von der Kirchengemeinde St. Georg, Pfarrer Gunnar Wirth und Harald Held vom Schützenverein sind – neben einigen anderen – Mitglieder des Festausschusses, der das Wochenende organisiert. - © Mareike Gröneweg
Der Festablauf steht: Walter Jurak (v. l.) von der Kirchengemeinde St. Georg, Pfarrer Gunnar Wirth und Harald Held vom Schützenverein sind – neben einigen anderen – Mitglieder des Festausschusses, der das Wochenende organisiert. | © Mareike Gröneweg

Beverungen Georgskirche in Amelunxen wird 900 Jahre alt

Romanik: Das Dorf feiert vom 5. bis 8. Juli das Weihejubiläum der evangelischen Kirche. Zum Programm gehören ein ökumenischer Gottesdienst, ein historischer Festumzug sowie ein Mitmachprogramm

Amelunxen. „Diese Kirche sitzt wie eine Glocke über der Gemeinde und schützt sie“: So charakterisiert Pfarrer Gunnar Wirth die Georgskirche in Amelunxen. Die Kirche im romanischen Stil feiert am 7. Juli ihr Weihejubiläum, weshalb das Dorf ein Festwochenende auf die Beine stellt. In den vergangenen 900 Jahren hat sich die Georgskirche laut Pfarrer Wirth kaum verändert. Allerdings habe das Kirchenschiff zunächst ein flaches Dach und nicht die von innen schmuckvoll aussehenden Wölbungen in der Decke gehabt. Zudem seien die Fenster in der Südwand vor 900 Jahren kleiner gewesen. „Aber der Grundstock dieser Kirche war so, wie er heute ist“, sagt Wirth. Der Turm wurde circa 100 Jahre später erbaut. Heute driftet er Richtung Westen Circa 100 Jahre nach der Weihe der Georgskirche wurde der Turm nachträglich gebaut. Das Sorgenkind des Pfarrers: „Der Turm driftet leider Richtung Westen, da er auf einem aufgeschütteten Untergrund steht. Aber die nächsten 400 Jahre sollte er noch schaffen“, scherzt Pfarrer Wirth. Mehr noch als das Gebäude selbst prägten der Schlagabtausch zwischen Protestanten und Katholiken die Geschichte der Georgskirche. Bis ins 17. Jahrhundert wurde sie wechselseitig von den Konfessionen beansprucht, wurde dann aber eine Simultankirche – ein Ort für Katholiken und Protestanten. Doch auch diese Lösung hielt nicht für immer: Laut Pfarrer Wirth wurde die wechselseitige Beanspruchung erst durch den Bau der katholischen St.-Peter-und-Paul-Kirche in Amelunxen beendet. „Konfessionelle Streitigkeiten gehörten zu dieser Kirche zwar dazu, aber das ist heute vorbei“, betont Wirth. Der ökumenische Geist des Dorfes drücke sich bereits im Lebensgarten aus. Herzstück der Feier ist der ökumenische Gottesdienst Auch am Festwochenende zum 900. Weihejubiläum soll der gemeinschaftliche Gedanke einen Platz bekommen: „Das Herzstück des Wochenendes ist der ökumenische Gottesdienst mit dem Superintendenten Volker Neuhoff und Pfarrdechant Frank Schäffer.“ Zudem wird es einen historischen Festumzug geben sowie ein Mitmachprogramm am Samstagnachmittag. Um die Planung der zahlreichen Programmpunkte des Festwochenendes zu stemmen, helfen viele Einrichtungen und Vereine Amelunxens mit – unter anderem der Schützenverein, die Feuerwehr, der Fischereiverein, der Sportverein und der Kindergarten sind daran beteiligt.

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