Verbrauchten meterweise Verbandsmaterial: Die kleinen Nachwuchshelfer Hussam (v. l.), Jan, Maurice, Hanna, Pascal, Christopfer Benkel von den Johannitern, Noah, Anastasia, Michel, Felix und Joshua. - © Johanniter Unfallhilfe
Verbrauchten meterweise Verbandsmaterial: Die kleinen Nachwuchshelfer Hussam (v. l.), Jan, Maurice, Hanna, Pascal, Christopfer Benkel von den Johannitern, Noah, Anastasia, Michel, Felix und Joshua. | © Johanniter Unfallhilfe

Kinder lernen bei Johannitern Erste Hilfe

Helfen ist kinderleicht

Beverungen (nw). "Wo bekommt man Hilfe?" Aus vollem Hals schallt es zurück: "112"! Christopher Benkel, Jugendgruppenleiter der Johanniter in Beverungen, wird an diesem Nachmittag die Frage noch oft stellen. Bis er sicher ist, dass seine jungen Zuhörer diese Notfallnummer nicht mehr vergessen werden. Die zehn Kinder zwischen sechs und elf Jahren, die ihm aufgeregt zuhören, sind Teilnehmer des Kinderferienprogramms des Kinderschutzbundes Beverungen. Jetzt waren sie bei den Johannitern zu Gast und lernten kindgerecht, wie Erste Hilfe geleistet wird. Vom Fahrrad gefallen, beim Brotschneiden in die Klinge gegriffen oder mit dem Schnitzmesser abgerutscht - die Kinder erzählen von vielen Situationen, bei denen sie selbst schon Erste Hilfe gebraucht haben. Stolz zeigen sie ihre verheilten Verletzungen und kleinen Narben. Aber auch dramatischere Situationen haben die Grundschüler schon erlebt. So war Noah alleine mit seiner Großmutter, als diese einen Schlaganfall erlitt. Er reagierte richtig und rief sofort seine Eltern an. "Besser kann Erste Hilfe nicht laufen", lobt Christopher Benkel den Neunjährigen. Die Kinder üben bei den Johannitern, wie man Pflaster richtig auf eine Wunde klebt ("nicht die Kompresse berühren"), einen Notruf absetzt oder einen Bewusstlosen in die stabile Seitenlage bringt. Am meisten Spaß macht es den Mädchen und Jungen, sich gegenseitig zu verbinden und so werden an diesem Nachmittag eifrig Köpfe, Arme und Beine umwickelt und meterweise Verbandsmaterial verbraucht. "Die Kinder sollen merken: Helfen ist kinderleicht", erklärt der ehrenamtliche Jugendgruppenleiter Benkel, der hauptberuflich als Kinderkrankenpfleger arbeitet, das Ziel des Nachmittags. "Und wer als Kind schon lernt, hinzusehen und zu helfen, der wird auch als Erwachsener nicht nur danebenstehen, sondern aktiv anderen helfen", ist er überzeugt. Beim Ferien(s)pass des Kinderschutzbundes Beverungen wird den Kindern in der Ferienzeit montags bis samstags jeden Tag ein abwechslungsreiches Programm mit Ausflügen, Bastelstunden und sportlichen Aktivitäten geboten. Wie Christopher Benkel sind auch Martina Müller und Sandra Behler vom Kinderschutzbund Ehrenamtliche. Die Aktion dauert noch bis zum 13. August.

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