Bürgermeister Hubertus Grimm (l.) und Schulleiter Klaus Oppermann begrüßten 75 Schüler und ihre Eltern zur Einschulung an der Sekundarschule Beverungen, die gestern offiziell eröffnet wurde. - © FOTO: TORSTEN WEGENER
Bürgermeister Hubertus Grimm (l.) und Schulleiter Klaus Oppermann begrüßten 75 Schüler und ihre Eltern zur Einschulung an der Sekundarschule Beverungen, die gestern offiziell eröffnet wurde. | © FOTO: TORSTEN WEGENER

Beverungen Neues Kapitel in der Schulgeschichte aufgeschlagen

75 Schüler an der Sekundarschule in Beverungen eingeschult

VON TORSTEN WEGENER

Beverungen. Für die Schullandschaft in Beverungen beginnt ein neues Kapitel. Mit 75 eingeschulten Schülern startet die Ära der Sekundarschule. Damit werden drei Eingangsklassen à 25 Kinder gebildet. Das gibt der Schulgemeinde Mut und Zuversicht. Bürgermeister Hubertus Grimm beschrieb es als einen besonderen Tag für Stadt.

"Das Lehrerkollegium und die Stadt Beverungen haben in den letzten Monaten viel dafür getan, dass heute alles für die neue Schule vorbereitet und hergerichtet ist", sagt Hubertus Grimm. Zwar sei die Sekundarschule für Beverungen etwas Neues, jedoch habe sich die Schulform in Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren bereits etabliert. "Somit können wir an dem Wissen und den Erfahrungen anderer Schulen andocken", nimmt Grimm den Eltern noch einmal die Sorgen, dass es eventuell Startschwierigkeiten geben könnte.

Mit dem neuen Schuljahr gibt es bereits 108 Sekundarschulen in NRW. Im Bereich der Bezirksregierung Detmold sind in diesem Jahr sechs Sekundarschulen neu eröffnet worden. Neben Beverungen noch in Höxter, Blomberg, Büren, Rahden und Stemwede. "Die Schüler sind also alles andere als Versuchskaninchen", verdeutlichte Schulleiter Klaus Oppermann, als er die neuen Schüler mitsamt der Eltern im Mensatrakt begrüßte. "Die Genehmigung des Antrages der Änderung der Verbundschule in eine Sekundarschule ist ein guter Beleg für die sichere und zukunftsfähige Weiterentwicklung der Schullandschaft in unserer Region zum Wohle der Kinder und zur Sicherung des Schulstandortes Beverungen", hob Oppermann die Bedeutung hervor. In der Sekundarschule wird ein längeres gemeinsames Lernen möglich, denn sie wird teilintegriert geführt. In den Klassen fünf und sechs werden die Schüler gemeinsam unterrichtet, eine äußere Differenzierung auf zwei Leistungsebenen erfolgt erst ab der siebten Jahrgangsstufe in einigen Fächern. Die individuelle Förderung der Schüler steht im Fokus. Somit hält die Sekundarschule Bildungsgänge länger offen und erlaubt zum Beispiel Spätentwicklern bessere Bildungschancen, da ein Wechsel des Anforderungsniveaus in den Kursen mit äußerer Differenzierung bis zum Beginn der 9. Klasse möglich ist. "Wir bereiten die Schüler sowohl auf die berufliche Ausbildung, denn die Vorbereitung auf den Beruf hat an der Sekundarschule Beverungen einen festen Platz, als auch auf die Hochschulreife vor", erklärt der Schulleiter. Zwar hat die Sekundarschule keine eigene Oberstufe, da jedoch auch gymnasiale Standards zur Erreichung eines Abiturs vermittelt werden, sind Kooperationen mit dem Beverunger Gymnasium und den Berufskollegs in Brakel und Höxter geschlossen worden, wohin die Schüler wechseln können. So vergibt die Sekundarschule alle Abschlüsse und Berechtigungen der Sekundarstufe I, die in Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschule erworben werden können.

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