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Beverungen Neue Regeln für Wohnmobilisten

Gebühren für Wasser und Strom werden erhöht

11.03.2014 , 02:31 Uhr

Beverungen (tor). "Zu billig und vor allem zu lange benutzen Wohnmobilisten den Stellplatz der Stadt Beverungen Am Hakel". So lautete der Vorwurf der drei privaten Campingplatzbetreiber mit Stellplätzen für Wohnmobile in der unmittelbaren Nähe. Sie sahen darin eine klare Wettbewerbsverzerrung und baten den Beverunger Bezirksausschuss und den Verein Beverungen Marketing, dieses Ungleichgewicht anzupassen.

Nun gibt es neue Regeln. Bisher konnten Touristen den Stellplatz Am Hakel ohne Standgebühren nutzen. Lediglich für Strom- und Wasserversorgung sowie für die Toiletten-Entsorgung mussten die Touristen bezahlen. Ein Umstand, den es so an der Oberweser nicht ein zweites Mal gab.

Mit diesem Preisniveau konnten die Betreiber der Wohnmobilstellplätze am Yachthafen, am Axelsee und am Bootshaus nicht mithalten. Da sich zudem im Laufe der Jahre ein "wildes" Parken eingeschlichen hatte, standen oft 20 oder mehr Wohnmobile kreuz und quer am Weserufer. Daher regten die privaten Betreiber an, verbindliche Regelungen zur Stellplatzgröße und zur Aufenthaltsdauer einschließlich Gebührenerhebung einzuführen.

Nach Vorschlägen des Bezirksausschusses hat dies der Verein Beverungen Marketing ausgearbeitet und nun die Ergebnisse im Ausschuss vorgestellt. "Die Parzellierung wird geändert. Es wird 13 Stellpätze für Wohnmobile geben. Daran orientieren wir uns an den Vorgaben des Deutschen Tourismusverbandes, dass ein Stellplatz eine Größe von zehn mal fünf Meter haben soll", erläutert Marketing-Geschäftsführer Rembert Stiewe. Der Standplatz wird weiterhin gebührenfrei bleiben, allerdings wird die Standdauer auf 72 Stunden begrenzt.

Um sich den Gebühren der privaten Betreiber aber anzunähern und überhaupt mehr Einnahmen zu generieren – denn der Wohnmobilhafen Am Hakel ist für die Stadt buchhalterisch ein defizitäres Projekt – werden die Gebühren für Strom und Wasser erhöht. Beim Frischwasser gibt es ab dieser Saison 70 Liter für einen Euro, bisher waren es 100 Liter für einen Euro. Beim Strom gibt es eine kürzere Taktung. Künftig kosten vier Stunden Strom ein Euro, bisher gab es für diese Summe sechs Stunden Strom. Die Standdauer und die maximale Anzahl von Wohnmobilen wird auf einer Infotafel direkt vor Ort auch noch einmal erläutert.

Für den Bezirksausschuss Beverungen sind diese Änderungen ein guter Kompromiss, um zum einen die privaten Betreiber nicht zu benachteiligen, zum anderen aber auch Wohnmobilisten mit interessanten Konditionen nach Beverungen zu locken.

Und auch die privaten Betreiber zeigten sich mit dem Zahlenwerk einverstanden. Nun soll in der kommenden Saison das Verhalten der Touristen besonders eingehend beobachtet werden.

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