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In dieses Haus ziehen bereits am Montag die ersten Geflüchteten aus der Ukraine. - © Burkhard Battran
In dieses Haus ziehen bereits am Montag die ersten Geflüchteten aus der Ukraine. | © Burkhard Battran

Bad Driburg Theresienheim: Montag ziehen die ersten Geflüchteten in Bad Driburg ein

Die Unterkunft, die das Erzbistum zur Verfügung stellt, bietet 21 Zimmer mit jeweils zwei bis drei Betten.

25.03.2022 | Stand 25.03.2022, 08:29 Uhr

Paderborn/Bad Driburg. Das Erzbistum Paderborn überlässt der Stadt Bad Driburg zeitweise das ehemalige Theresienheim als Unterkunft für geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Der stellvertretende Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer übergab am Donnerstag die Immobilie offiziell an Bürgermeister Burkhard Deppe. Die Übergabevereinbarung gilt vorerst für zwei Jahre, mit Option auf Verlängerung. „Ich wünsche der Unterkunft einen guten Start, um den geflüchteten Menschen hier ein Stück Ruhe und Sicherheit zu ermöglichen“, so Prälat Dornseifer. Auch weitere Einrichtungen des Erzbistums öffnen ihre Räumlichkeiten für geflüchtete Menschen aus der Ukraine.

Besiegelten mit ihrer Unterschrift die Übergabevereinbarung (v.l.): Bürgermeister Burkhard Deppe und Prälat Thomas Dornseifer als stellvertretender Generalvikar. - © Erbischoefliche Generalvikariat PB
Besiegelten mit ihrer Unterschrift die Übergabevereinbarung (v.l.): Bürgermeister Burkhard Deppe und Prälat Thomas Dornseifer als stellvertretender Generalvikar. | © Erbischoefliche Generalvikariat PB

Nachdem die neu eingerichteten Räumlichkeiten in der Helmtrudisstraße 2a in Augenschein genommen worden waren, unterzeichneten Bürgermeister Deppe und Prälat Dornseifer die Übergabevereinbarung.

„Wir freuen uns, dass wir zeitnah durch eine kurzfristige und pragmatische Beschlussfassung etwas Sinnvolles und Nachhaltiges schaffen konnten“, sagte Wolfgang Mönnikes einleitend. „Wir sind dem Erzbistum sehr dankbar. Das ist eine sehr gute Lösung für die Geflüchteten und ein Zeichen dafür, dass Kirche und Stadt gut zusammenarbeiten“, erklärte Bürgermeister Burkhard Deppe. Die Unterkunft mit 21 Zimmern, die je mit zwei bis drei Betten ausgestattet sind, sei „sehr gut geeignet, weil jeder der Räume über eine eigene, separate Nasszelle verfügt“, ergänzt Sozialamtsleiter Markus Pitz. Daneben gebe es eine große Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsräume.

Bis zu 50 Menschen können in dem Gebäude Schutz finden

Das Erzbistum Paderborn stellt der Stadt Bad Driburg die Immobilie kostenlos zur Nutzung als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung. Für die Zeit der Überlassung trage die Kommune die Betriebskosten, ebenso sei diese für die Dauer der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft für die Verkehrssicherungspflicht und die bauliche Instandhaltung zuständig, erklärte Wolfgang Mönnikes. Bis Mai 2021 wurde das Gebäude von der Gemeinschaft der Seligpreisungen bewohnt, die mittlerweile in das ehemalige Klarissenkloster Paderborn umgezogen sind – auch das Klarissenkloster hatte das Erzbistum von 2015 bis 2020 als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung gestellt. Prälat Thomas Dornseifer versicherte, dass die Hilfe für Flüchtlinge im ganzen Erzbistum Paderborn sehr bewusst sei, bis hinein in die Kindertagesstätten: „Wir schauen überall, was wir ermöglichen können.“

Die Vorbereitungen zur Umnutzung des Gebäudes in der Driburger Helmtrudisstraße liefen in den vergangenen Tagen auf Hochtouren: Die frühere Kapelle wurde profaniert, also entweiht, und wird zum Gemeinschaftsraum, die Stadt Bad Driburg hat die Einrichtung des Gebäudes mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen vorgenommen, um die ersten geflüchteten Menschen zeitnah willkommen heißen zu können. Das Erzbistum sichert weitere Unterstützung zu: Die Verantwortlichen im Gymnasium St. Xaver, das sich in Trägerschaft des Erzbistums befindet, ebenso wie im Pastoralen Raum Bad Driburg haben signalisiert, bei der Betreuung der geflüchteten Menschen mitzuhelfen.

Am Montag werden zunächst 27 Plätze besetzt. Sobald noch einige brandschutzrechtliche Details geklärt sind, können die übrigen Plätze ebenfalls freigegeben werden, so dass dann bis zu 50 Menschen im ehemaligen Theresienheim Aufnahme finden können. „Es ist gut, dass wir nach Ablauf der Überlassungsfrist noch einmal gemeinsam schauen, was dann nötig sein wird“, betonte Uwe Damer.

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