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Demonstrieren weiter: Jugendliche wollen in Bad Driburg den Klimanotstand ausrufen. - © Barbara Franke (Symbolbild)
Demonstrieren weiter: Jugendliche wollen in Bad Driburg den Klimanotstand ausrufen. | © Barbara Franke (Symbolbild)

Bad Driburg Aktivisten wollen Klimanotstand in Bad Driburg ausrufen

Die Aktivisten von Fridays for Future kämpfen auch in den Sommerferien für mehr Klimaschutz

Burkhard Battran
15.08.2019 | Stand 15.08.2019, 14:27 Uhr

Bad Driburg. Der Klimawandel macht keine Ferien. Die Bad Driburger Klimaaktivisten der Fridays-For-Future-Bewegung auch nicht. Am Freitag, 16. August, 12 Uhr, findet erneut eine Klima-Demonstration auf dem Rathausplatz statt. „Wir hoffen auf eine große Beteiligung, denn wir haben ein Anliegen", sagt Organisator Duncan Fröhlingsdorf (19). Die Gruppe hat eine Eingabe an die Stadt gemacht, für Bad Driburg den Klimanotstand auszurufen. „Im September wird sich die Politik mit dem Thema befassen und wir hoffen, dass sich auch die Bevölkerung hinter das Vorhaben stellt", sagt der St.-Xaver-Abiturient. 26 Kommunen in NRW haben bereits den Klimanotstand ausgerufen. Darunter auch Höxter. Andere Städte im Kreis Höxter diskutieren darüber. In Marienmünster hat der Rat die Ausrufung des Klimanotstandes abgelehnt. Dort hatte die SPD-Fraktion den Antrag eingebracht. In Höxter hatten die Jusos einen Bürgerantrag gestellt, der vom Rat mehrheitlich angenommen wurde. Entscheidungen mit Risiken für die Umwelt abwiegen „Aus diesem Ratsbeschluss leitet sich ab, dass künftige politische Entscheidungen und Projekte des Rates oder anderer Gremien immer mit Risiken für die Umwelt abgewogen werden. Des Weiteren muss geprüft werden, ob die Stadt klimaneutraler bauen kann und Gebäudesanierungen durchgeführt werden müssen", erläuterte Juso-Sprecher Liborius Schmidt die konkrete Bedeutung. Mit dem Ausrufen des Klimanotstandes erkennen Kommunen offiziell an, dass es eine Klimakrise gibt und mehr getan werden muss, um sie zu begrenzen. Künftige Vorhaben sollen darauf abgeklopft werden, welche Folgen sie für das Klima haben. So sehen das auch Klimaaktivisten aus Bad Driburg. „Gerade als Kurstadt haben wir eine besondere Verantwortung für den Klimaschutz und auch wenn es paradox erscheint, ist es die besondere Aufgabe der Kurstädte, im Klimaschutz eine Vorreiterrolle zu übernehmen", betont Fröhlingsdorf. Bei Paderborner Klimawoche mit dabei Im Kreis Paderborn hatte die Kurstadt Bad Lippspringe auf Antrag der Grünen-Fraktion mit einer Stimme Mehrheit den Klimanotstand ausgerufen. Im Nachhinein hat es dort eine hitzige Diskussion gegeben, die dazu geführt hat, dass der Ratsbeschluss aufgehoben und der Klimanotstand wieder rückgängig gemacht worden war. In Paderborn startet die Fridays-For-Future-Bewegung am Freitag, 20. August, eine achttägige Dauerdemo. Sie beginnt mit einem großen Demonstrationszug durch die Stadt und einer Kundgebung auf dem Domplatz. An den weiteren Tagen soll es verschiedene Aktionen geben. Auch die Bad Driburger Gruppe wird dort mitwirken. Duncan Fröhlingsdorf: „Wir stehen im guten Kontakt mit allen Gruppen in der Region und stimmen uns mit unseren Aktionen untereinander ab."

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