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Handwerk: Benedikt Goeken, Bäcker- und Konditormeister, am Fenster zur Bäckerei am Sitz in Bad Driburg. - © Simone Flörke
Handwerk: Benedikt Goeken, Bäcker- und Konditormeister, am Fenster zur Bäckerei am Sitz in Bad Driburg. | © Simone Flörke

Paderborn/Delbrück/Bad Driburg So läuft bei Goeken backen die Übernahme der Strunz-Standorte

Das Familienunternehmen aus Bad Driburg hat sich sechs Fachgeschäfte der Delbrücker Bäckerei einverleibt – und schult derzeit intern die 35 neuen Mitarbeiter

Simone Flörke
10.08.2019 | Stand 10.08.2019, 10:18 Uhr

Paderborn/Delbrück/Bad Driburg. Mit der Übernahme von sechs Filialen der Bäckerei Strunz aus Ostenland setzt die Bad Driburger Bäckereikette Goeken backen ihren Expansionskurs fort. Die Strunz-Übernahmen bescheren dem Driburger Familienbetrieb die Standorte 54 bis 60, sagt Sprecher Tristan Potthast. Filiale Nummer 61 wird im September ein Café im neuen Nordcube am Nordbahnhof in Paderborn sein. Übernommen wurden auch 35 Strunz-Mitarbeiter, die derzeit intern im Unternehmen zwei Wochen lang an der „Goeken-Akademie" geschult werden und das Unternehmen kennenlernen sollen, sagt Potthast. Und der Chef will die Neuen kennenlernen, „um alle bestmöglich einzugliedern". Zuvor hatte Goeken backen in den bis dahin 54 Filialen bereits 550 Mitarbeiter gehabt. Die Familie Strunz hatte intern keine geregelte Nachfolge gefunden und war an Goeken herangetreten. Persönliche Kontakte zwischen Matthias Strunz und Matthias Goeken habe es schon lange gegeben, so dass man sechs der insgesamt elf Filialen an den Standorten Ostenland (Bäckerei im Frischmarkt), Delbrück-Mitte, Sande, Paderborn Berliner Ring, Schloß Holte-Stukenbrock und Schloß Holte-Stukenbrock-Sende übernehmen konnte. „Das große Ziel war es, den vielen langjährigen Mitarbeitern eine gute und lange Zukunft zu ermöglichen. Das Ziel haben wir gemeinsam erreicht", heißt es vonseiten des Geschäftsführers Benedikt Goeken. Wie weit Goeken noch wachsen will? „Nie so weit, dass die Qualität leiden würde", antwortet Tristan Potthast. Qualität und Klimabilanz ständen vor der Expansion. Wenn man beim Thema Haltbarkeit wegen langer Wege nachhelfen müsste, entwickle sich der Betrieb in Richtung industrieller Produktion: „Wir wollen aber ein Handwerksbetrieb bleiben und setzen auf Qualität und Frische." Täglich sind elf Lkw unterwegs Deshalb sind im Süden die Standorte in Brilon und im Norden in Schloß Holte auch Grenzbereiche, um die Backwaren – täglich sind elf Lkw der Goeken-Flotte zwei bis drei Mal am Tag zu Filialen unterwegs – auszuliefern zu können. Derzeit betreibt Goeken backen Geschäfte in den beiden Hochstift-Kreisen Höxter und Paderborn, in Gütersloh (Verl und Schloss Holte), Lippe (Schlangen und Horn-Bad Meinberg) sowie im Hochsauerlandkreis (Brilon). Benedikt Goeken (30), Bäcker- und Konditormeister, ist in fünfter Generation im Familienbetrieb tätig. Der Ursprung der Firma liegt übrigens in Buke. Der 30-Jährige ist seit 1. Januar 2018 alleiniger Geschäftsführer. Sein Vater Matthias sitzt seit 2017 für die CDU im NRW-Landtag.

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