Erster Bauabschnitt ist abgeschlossen: Baudezernent Martin Kölczer (v. l.), Konrektorin Marion Oeynhausen, Bürgermeister Burkhard Deppe, kommissarische Konrektorin Bettina Tannreuther, Schulleiterin Roswitha Roß, Schulamtsleiter Uwe Damer und Planer Wolfgang Tewes vor dem neue Mensa-Gebäude, das auch die Klassen Eins und Zwei beherbergt. - © Burkhard Battran
Erster Bauabschnitt ist abgeschlossen: Baudezernent Martin Kölczer (v. l.), Konrektorin Marion Oeynhausen, Bürgermeister Burkhard Deppe, kommissarische Konrektorin Bettina Tannreuther, Schulleiterin Roswitha Roß, Schulamtsleiter Uwe Damer und Planer Wolfgang Tewes vor dem neue Mensa-Gebäude, das auch die Klassen Eins und Zwei beherbergt. | © Burkhard Battran

Bad Driburg Der erste Meilenstein beim Bad Driburger Grundschulumbau ist geschafft

Schule unter der Iburg: Stadt nimmt neues Mensa-Gebäude in Betrieb. Ehemaliges Haus der Gemeinschaftsgrundschule hat jetzt außerdem Platz für zehn Klassen

Burkhard Battran
10.07.2019 | Stand 09.07.2019, 19:50 Uhr

Bad Driburg. Seit diesem Monat ist das neue Grundschulgebäude „Haus 6" der Bad Driburger Schule unter der Iburg in Betrieb. Das ist nur ein Arbeitstitel, denn der Grundschulstandort in Bad Driburg wird radikal umstrukturiert. Aus dem Areal, das aktuell aus sechs Gebäuden besteht, soll eine kleine Stadt für 500 Grundschulbewohner werden. „Jedem Jahrgang ein eigenes Haus, ist das Konzept, das wir hier am Standort verwirklichen wollen", sagt Schulamtsleiter Uwe Damer. Dazu werden die bestehenden sechs Gebäude bis 2022 angebaut, umgebaut und teils auch abgerissen. Rund fünf Millionen Euro sollen dafür insgesamt investiert werden. Am Ende soll es vier Lerngebäude und ein großes pädagogisches Zentrum für Gemeinschaftsveranstaltungen und die Verwaltung und das Lehrerkollegium geben. Nutzfläche mehr als verdoppelt „Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber mit dem Abschluss der aktuellen Maßnahme haben wir auf diesem Weg einen ersten Meilenstein geschafft", betont Bürgermeister Burkhard Deppe. Die in einem gemeinsamen Areal liegenden katholischen und städtischen Grundschulen wurden unter dem Dach der Stadt als Schule unter der Iburg zusammengezogen. Seit dem letzten Frühjahr ist das bisherige einzügige Gebäude der Gemeinschaftsgrundschule umgebaut und erweitert worden. „Wir haben die bisherige Nutzfläche von 300 Quadratmetern auf insgesamt 770 Quadratmeter ausgebaut", erklärt Planer und Bauleiter Wolfgang Tewes, Leiter des Hochbauamts der Stadt Bad Driburg. Eine Million Euro wurden in den aktuellen Umbau investiert. Für das Geld wurden Räumlichkeiten für zehn Klassen geschaffen und im Erdgeschoss eine großzügige Mensa gebaut. „Die Küchentechnik der Mensa ist genauso gut ausgestattet wie an weiterführenden Schulen und es können in zwei Schichten rund 300 Kinder verköstigt werden", erläutert Schulamtsleiter Damer. In dem neuen Gebäude sind auf zwei Etagen auch die Eingangsklassen Eins und Zwei untergebracht. „Unser pädagogisches Konzept sieht so aus, dass wir abwechselnd oben und unten einschulen und der Jahrgang dann für zwei Jahre auf seiner Etage bleibt und dann zum dritten Schuljahr in ein neues Haus wechselt", erläutert Schulleiterin Roswitha Roß. Ein wichtiger Aspekt bei Planung und Umbau war das Thema Inklusion. Eine Rampe ermöglicht Rollstuhlfahrern, ins Obergeschoss zu kommen. „Da das Gebäude an einem Hang steht, haben wir die Topografie in die Planung einbezogen, denn ein Aufzug ist teuer und erfordert auch einen großen Unterhaltungsaufwand", erklärt Baudezernent Martin Kölczer. Als Nächstes ist geplant, dass die mehr als 150 Teilnehmer am offenen Ganztag im Haus 5 eine großzügige Unterkunft erhalten. „Im Moment ist dieser Bereich noch etwas über die ganze Schule verteilt, aber mit der neuen Lösung wird der offene Ganztag erheblich aufgewertet", sagt Schulleiterin Roß. Das Haus 5 war zuvor von Gemeinschaftsgrundschule und katholischer Grundschule gemeinsam genutzt worden. Für den Endausbau sollen in den kommenden Jahren die Häuser Zwei und Drei abgerissen werden. An ihrer Stelle soll dann als gemeinsame neue Mitte das pädagogische Zentrum entstehen. „Wir entwickeln hier den modernsten Grundschulstandort im Kreis Höxter", sagt Bürgermeister Burkhard Deppe selbstbewusst. Auch die Eingangsklassen sind bereits voll digital ausgerüstet. Um den Übergang in die weiterführende Schule zu erleichtern, soll die vierte Klasse der Grundschule bereits genauso aussehen wie die fünfte Klasse der Gesamtschule.

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