0
Wie ein abgefahrener Autoreifen: Der Kunstrasenplatz des Iburg-Stadions muss dringend erneuert werden. - © Burkhard Battran
Wie ein abgefahrener Autoreifen: Der Kunstrasenplatz des Iburg-Stadions muss dringend erneuert werden. | © Burkhard Battran

Bad Driburg Driburger Iburg-Stadion soll in Eigenleistung saniert werden

In Sachen Kunstrasenplatz macht Bad Driburg Nägel mit Köpfen. Spielfläche soll 280.000 Euro kosten

Burkhard Battran
19.06.2019 | Stand 19.06.2019, 08:22 Uhr

Bad Driburg. Der Kunstrasenplatz im Iburg-Stadion in Bad Driburg ist abgespielt. Von Kunstrasen ist schon lange nichts mehr zu sehen. Der Platz ist nur noch eine Matte. Die Sportstätte ist wie ein alter Reifen, wo auch die letzten Reste des Profils abgefahren sind. Als Fußballplatz ist er für Wettkämpfe in diesem Zustand eigentlich schon gar nicht mehr zulässig. Und dem Platz droht auch der Ausschluss von Wettbewerben. So weit will es die Stadt aber nicht kommen lassen. Der Rat hat einstimmig die sofortige Sanierung beschlossen. Die Problematik ist ja auch keineswegs neu. Bereits für 2018 waren 250.000 Euro für die Sanierung des Sportplatzes in den Haushalt eingestellt worden. Aus aktuellen Preisabfragen ergibt sich jedoch ein Finanzbedarf von 280.000 Euro, erklärte Kämmerer Franz-Josef Koch. 70 Prozent der Kosten trägt die Stadt, 30 Prozent muss der Verein aufbringen. Üblich ist sonst, dass Stadt und Verein sich die Kosten teilen. "Da der Platz aber auch für den Schulsport und von Besuchergruppen der Jugendherberge genutzt wird, ist es nur gerecht, wenn wir als Stadt einen höheren Anteil tragen”, sagte Koch. Bewusst gegen Förderprogramm entschieden Gerade hat das Land ein neues Förderprogramm aufgelegt. Es heißt "Moderne Sportstätten 2022” und würde 50 bis 85 Prozent der Sanierungskosten übernehmen. "Wir haben uns aber bewusst dagegen entschieden, denn in diesem Fall ist Eigenleistung der richtige Weg”, sagte Bürgermeister Burkhard Deppe. Das Antragsverfahren, um in den Genuss der Landesförderung zu kommen, würde voraussichtlich ein weiteres Jahr Zeit in Anspruch nehmen. So lange will die Stadt aber nicht mehr warten, sondern bereits in diesem Sommer die Sanierung auf den Weg bringen. Verzicht ist kein Nachteil für städtische Finanzen Der Verzicht auf die Förderung sei aber dennoch kein Nachteil für die Finanzen der Stadt. "Auch andere Städte im Kreis Höxter werden Anträge stellen. Und wenn wir nicht mit diesem Vorhaben dabei sein wollen, eröffnen wir anderen Vereinen der Stadt, in den Genuss einer Landesförderung zu kommen”, erklärte Fachbereichsleiter Uwe Damer. "Denkbare wäre auch, dass man versuchen könnte, die Erneuerung der Laufbahn des Stadions, die eh für das nächste Jahr vorgesehen ist, über das Sportstätten-Programm zu finanzieren”, schlug Grünen-Stadtverordnete Martina Denkner vor.

realisiert durch evolver group