Die Kapelle auf dem Bad Driburger Friedhof soll saniert werden. (Themenbild) - © David Schellenberg
Die Kapelle auf dem Bad Driburger Friedhof soll saniert werden. (Themenbild) | © David Schellenberg

Bad Driburg Sechsstelliger Betrag für Modernisierung der Driburg Friedhofskapelle im Gespräch

Der Haupt- und Finanzausschuss ist sich einig, dass die Kapelle modernisiert werden muss. „Bauchschmerzen“ bereitet eine erste Kostenschätzung von 700.000 Euro

Helga Krooß
14.06.2019 | Stand 13.06.2019, 20:30 Uhr

Bad Driburg. Nach fast 50 Jahren Nutzungsdauer ist jetzt zu entscheiden, ob die Trauerhalle am Westfriedhof in Bad Driburg, auch „Friedhofskapelle" genannt, weiterhin in seiner bisherigen Funktion genutzt werden soll. Das sei ohne eine grundlegende Sanierung aber nicht möglich, wie Baudezernent Martin Kölczer im Haupt- und Finanzausschuss betonte. Im Wesentlichen geht es darum, den Innenraum der „Aussegnungshalle" neu zu gestalten und die bisherigen Leichenkammern zu Abschiedsräumen umzubauen. Eine Alternative wäre ein kostenträchtiger Rückbau und die Beschränkung auf die Wirtschaftsgebäude und eine Leichenaufbahrungshalle. Alle übrigen Funktionen wie Aussegnungshalle, Abschiedsräume und anderes könnten durch private Bestattungsinstitute abgedeckt werden. Die Verwaltung sprach sich für eine grundlegende Sanierung der Friedhofskapelle aus, die auch in mehreren Abschnitten erfolgen könnte. Es solle eine Entwurfsplanung gemacht und ein Angebot hereingeholt werden. Summe weckt keine Begeisterung Zwar waren sich die Ausschussmitglieder über die Sanierung einig und auch darüber, dass die Gebühren nicht weiter steigen sollen, doch gab es zur Umsetzung der Maßnahme und den ersten Kostenschätzungen reichlich Diskussionsbedarf. „Die 700.000 Euro, die im Raum stehen, wecken bei uns keine Begeisterung", führte Martina Denkner (Grüne) an. Auch dürfe sich eine Verbesserung der Friedhofskapelle nicht auf die Gebühren auswirken. Die Gebühren für die Nutzung der Friedhofskapellen beträgt aktuell 425 Euro. Horst Verhoeven (SPD) ist sich sicher, dass die Gebühren steigen werden. Er kritisierte zudem, dass die Verwaltung im Vorfeld nicht das Gespräch mit den Bestattern gesucht habe, um zu erfahren, was die Kunden wünschen. „Spekulieren hilft uns nicht weiter. Wir brauchen etwas, woran wir uns orientieren – einen Plan", sagte Antonius Oeynhausen (CDU). Es müsse erst eine Planung erarbeitet werden, um zu sehen, was machbar sei. Das sieht auch die Verwaltung so. Auch sollen Kirchenvertreter, Bestatter, Friedhofsamt und Politik während der Erarbeitung des Entwurfes in die Planung einbezogen werden. Die Verwaltung würde gerne das Architektur- und Innenarchitekturbüro Xtraplan aus Detmold mit der Planung beauftragen. SPD und CDU waren dagegen. Rainer Pirsig (CDU) stellte den Antrag, die Vergabe eines Architektenauftrags auszuschreiben. Dem stimmte der Ausschuss mehrheitlich zu.

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