Im Herzen der Stadt laufen noch letzte Pflasterarbeiten an den Randstreifen.  - © Simone Flörke
Im Herzen der Stadt laufen noch letzte Pflasterarbeiten an den Randstreifen.  | © Simone Flörke

Bad Driburg Lange Straße in Bad Driburg: Baustelle wird verschoben

Der erste Teil der wichtigen Verkehrsverbindung in Bad Driburg ist nach der Sanierung in der nächsten Woche fertig

Simone Flörke
06.06.2019 | Stand 06.06.2019, 15:27 Uhr

Bad Driburg. Die Lange Straße ist für Bad Driburg eine ganz wichtig innerstädtische Verkehrsachse von Ost nach West. Und deshalb ist die Sanierung dieser vielbefahrenen und mit Rathaus, Ärztehaus, Post, Kino und Geschäften stark frequentierten Verbindung auch von so großer Bedeutung für die Stadt und ihre Menschen, sagt Baudezernent Martin Kölczer. Der erste Teil des Bauabschnitts auf einer Länge von 85 Metern von Konrad-Adenauer-Ring bis Höhe Rathaus ist so gut wie fertig, letzte Pflasterarbeiten laufen gegenüber dem Rathaus bis Mühlenstraße. Am 11. Juni rückt die Baustelle ein Stück weiter Richtung Bahnschienen. Für den zweiten Abschnitt des insgesamt knapp 300 Meter langen Sanierungsbereichs: von Mühlenstraße bis Bahnübergang. Einbahnstraße ab Konrad-Adenauer-Weg Dann wird der Verkehr auf dem fertigen Stück der neuen Trasse ab Konrad-Adenauer-Ring als Einbahnstraße geführt und dann abgeleitet. Deshalb sollen Autofahrer ein bisschen mehr Zeit für den Abschnitt einplanen, rät Roland Forner, Leiter des Tiefbau- und Umweltamtes der Stadt. Barken werden dem Verkehr – Fußgängern wie Autos – den Weg mit Tempo 30 einengen, um flexibel die letzten Arbeiten zu koordinieren. Die Geschäfte bleiben nach Auskunft der beiden Fachleute zugänglich. „Wir möchte so wenig Beeinträchtigung wie möglich." Auch die Ampelschaltung an der Kreuzung Konrad Adenauer-Ring/Lange Straße wird dann wieder umprogrammiert werden müssen. Kölczer: „Es kommt ja keiner aus der Langen Straße raus auf die Kreuzung." Busverkehr muss neue Wege fahren Auch der Busverkehr muss andere Wege fahren. Die Stadt sei dafür in enger Abstimmung mit dem Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter (nph) wegen des Ersatzfahrplans. Auch die alten Haltestellen sind noch nicht wieder im Gebrauch – die große Bushaltestelle vor dem Rathaus ist ein Stück weiter Richtung Ampelkreuzung gerückt und bietet nach Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme mit ihrer großzügigen Beton-Haltefläche Platz für zwei Busse. Anders als im ersten Teil der Bauarbeiten wird der zweite nicht quer, sondern längs der Fahrbahn getrennt: Zuerst die eine, dann die andere Straßenseite wird aufgerissen. Zwei Monate sind für jede Seite einkalkuliert. Ein Monat wird danach noch für die Endmarkierung benötigt. Auch Bäume werden im Herbst noch gepflanzt. Zum Jahresende soll die Lange Straße durchgängig neu und wieder befahrbar sein. Wenn das Wetter so gut mitspielt wie bislang. Der Untergrund wurde sortiert Nicht nur die unterschiedlichen Breiten des Straßenzuges mit den angrenzenden Wegen, auch der stark verkabelte und mit Leitungen und Rohren durchzogene Untergrund machten die Arbeiten nicht immer einfach. „Aber wir liegen sehr gut im Zeitplan", sagt Forner und zollt den Handwerkern ein großes Lob ob der Qualität ihrer Arbeit: „Sehr gut ausgeführt." So wurde auch der Untergrund neu sortiert, wurden Leerrohre gleich mit eingezogen. Ob die Lange Straße künftig komplett Tempo 30 bekommen soll, darüber gibt es noch keine Entscheidung, sagt Baudezernent Kölczer. Er betont, dass man davon abgesehen habe, für die Fahrbahnsanierung Anliegergebühren zu erheben – eigentlich würden die für die Erneuerung fällig. Weil die Lange Straße aber einen herausgehobenen Stellenwert auch für den überörtlichen Verkehr hat, hatte der Rat dem eine Absage erteilt. Erschließungsbeiträge für Anlieger werden aber für Gehweg und neue Beleuchtung erhoben werden. Insgesamt kostet der gesamte Bauabschnitt – eigentlich sollte der noch vor dem Rathausvorplatz realisiert werden, wurde dann aber hintendran gestellt – nach Auskunft von Roland Forner rund zwei Millionen Euro.

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