Zum Abkühlen: Der Erlenhof verfügt über einen kleinen Schwimmingpool im Innenhof. - © Manuela Puls
Zum Abkühlen: Der Erlenhof verfügt über einen kleinen Schwimmingpool im Innenhof. | © Manuela Puls

Brakel Aus Brakeler Flüchtlingsunterkunft wird wieder Hotel

Brakeler Erlenhof wird aufwendig saniert

Manuela Puls
06.06.2019 | Stand 06.06.2019, 15:35 Uhr

Brakel. Der Erlenhof in Brakel ist wieder bereit für Übernachtungsgäste. Drei Jahre lang waren in dem Beherbergungsbetrieb Flüchtlinge untergebracht. Jetzt ist das Haus von den Betreibern renoviert worden und hat bereits wieder Gruppen empfangen. „Wir haben alles gestrichen, überall neuen Fußboden verlegt und Boxspring-Betten angeschafft", erzählt Patricia Johnson, deren Familie den Erlenhof seit 2003 vom insolventen Vorbesitzer gekauft hatte. Die Bettenzahl wurde auf 59 reduziert – auch wegen der Brandschutzanforderungen. „Wir haben jetzt überwiegend Einzel- und Doppelzimmer, weil wir neben den Gruppen verstärkt Einzelgäste ansprechen wollen", so Patricia Johnson weiter. Alle Zimmer verfügen über ein Bad und einen Fernseher, manche auch über eine Kochnische. Es gibt im Brakeler Erlenhof übrigens auch Familienzimmer mit Verbindungstür. Weitläufiges Gelände „Kinder fühlen sich hier auf dem weitläufigen Gelände sehr wohl", sagt die Gastgeberin. Der Erlenhof liegt sehr ruhig am Heineberg auf einem 7.000 Quadratmeter großen grünen Grundstück in fußläufiger Entfernung zum Kaiserbrunnen. Den dortigen Minigolfplatz betreut die Familie von Patricia Johnson ebenfalls seit einiger Zeit. Draußen im riesigen Garten des Erlenhofes kann gegrillt und im Sommer sogar im Pool geschwommen werden. Obwohl es das Haus bereits seit 1965 gibt, sei es selbst vielen Brakelern unbekannt. „Vielleicht, weil es so versteckt liegt", meint die Inhaberin. Die Renovierung der 25 Zimmer in dem großen Gebäude stemmte die Betreiberfamilie überwiegend in Eigenleistung. „Unsere Stammgäste freuen sich schon, dass sie wieder kommen können", berichtet Patricia Johnson. Drei Jahre lang wohnten in dem Brakeler Gästehaus bis zu 60 Flüchtlinge. Beginn einer "neuen, alten Ära" „Wir waren damals im Oktober 2015 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle sehr froh über diese Möglichkeit", erinnert sich Brakels Bürgermeister Hermann Temme. Inzwischen reichten zur Unterbringung der Flüchtlinge aber die vorhandenen städtischen Gebäude. Im Erlenhof beginne damit wieder eine „neue, alte Ära". Hotelzimmer seien in Brakel sehr gefragt – zumal der Kaiserbrunnen bekanntlich seit Jahren nicht mehr existiert. Ein Doppelzimmer im Erlenhof kostet 50 Euro für zwei Personen, das Einzelzimmer wird für 30 Euro vermietet. Auf Wunsch gibt es Frühstück und für größere Gruppen sogar Vollpension. 

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