Wir gut angenommen: 155 Grundschüler besuchen in Bad Driburg den offenen Ganztag. - © Burkhard Battran
Wir gut angenommen: 155 Grundschüler besuchen in Bad Driburg den offenen Ganztag. | © Burkhard Battran

Bad Driburg Offener Ganztag: Stadt Bad Driburg erhöht Elternbeiträge deutlich

Der Finanzausschuss billigt den Plan zur Gebührensatzung

Bad Driburg. Prozentual betrachtet ist die Anhebung ganz erheblich: Eltern, die ihre Grundschulkinder in den offenen Ganztag schicken, müssen dafür ab August einen höheren Beitrag leisten. Dem hat der Finanzausschuss in seiner jüngsten mehrheitlich mit zehn zu zwei Stimmen zugestimmt. Vor allem Eltern mit hohen Einkommen werden künftig stärker zur Kasse gebeten. Bislang gab es einen Höchstbetrag von 100 Euro im Monat. Den mussten alle zahlen, die mehr als 60.000 Euro Jahreseinkommen haben. Nach der neuen Tabelle gibt es zusätzlich drei neue Einkommensstufen zwischen 60.000 und 80.000 Euro Verdiensteinkommen mit einem Höchstbeitrag von 185 Euro im Monat. In dieser Einkommensklasse sind das über 1.000 Euro zusätzlich im Jahr. „Die Einkommensstaffelung entspricht der Erhebung von Elternbeiträgen für den Besuch von Tageseinrichtungen für Kinder im Kreis Höxter, die wir übernommen haben, da diese den Erziehungsberechtigten bei Eintritt in eine offene Ganztagsgrundschule bekannt ist", erklärte Fachbereichsleiter Uwe Damer. Entlastung für Geringverdiener Geringverdiener werden sogar entlastet, indem die Grenze der Beitragsfreiheit von 12.000 auf 19.000 Euro angehoben wurde. „Wir halten die Anpassung für vertretbar und auch für moderat", sagte Damer. Das Land zahlt für die Ganztagsbetreuunng einen Zuschuss von 170 Euro im Monat für jeden Schüler. Die tatsächlichen Kosten der Betreuung betragen aktuell 245 Euro pro Kind und Monat. Träger des Ganztags in Bad Driburg ist die Arbeiterwohlfahrt. Derzeit besuchen 155 der 450 Bad Driburger Grundschüler den offenen Ganztag. In den letzten beiden Jahren haben die Elternbeiträge nicht ausgereicht, die Kosten zu decken, weshalb die Stadt jährlich 10.000 Euro zuschießen musste.

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