Wird eröffnet: Lebenshilfe-Geschäftsführer Jerome Major und Bereichsleiterin Tina MacLeod mit dem Schild, das über der Eingangstür angebracht werden soll. - © Burkhard Battran
Wird eröffnet: Lebenshilfe-Geschäftsführer Jerome Major und Bereichsleiterin Tina MacLeod mit dem Schild, das über der Eingangstür angebracht werden soll. | © Burkhard Battran

Bad Driburg Ein Begnungshaus für das ganze Quartier in Bad Driburg

Lebenshilfe eröffnet inklusiven Treff. Menschen mit und ohne Behinderung können dort gemeinsam Zeit verbringen

Burkhard Battran

Bad Driburg. Am Freitag wurde noch kräftig geschraubt, gerückt, gestellt, gewienert und geschrubbt. Am Samstag, 1. Dezember, um 11 Uhr öffnen erstmals die Türen zum neuen offenen Treff der Lebenshilfe. Hier können Menschen mit Behinderung einfach mal vorbei schauen, für wenig Geld einen Tee trinken und sich mit Gleichgesinnten austauschen oder eine Partie Mühle spielen. "Eingeladen ist jeder, der möchte. Denn bei diesem Treff steht der Inklusionsgedanke im Mittelpunkt. Wir verstehen diese Begegnungsstätte als niederschwelliges Zentrum für das gesamte Quartier", erklärt Lebenshilfe-Geschäftsführer Jerome Major. Gebäude an der Mühlenstraße 15a angemietet Die gemeinnützige Lebenshilfe-Gesellschaft aus Brakel hat in Bad Driburg in der Mühlenstraße 15a diesen öffentlichen Treff eingerichtet. Es handelt sich um ein freistehendes kleines Häuschen mit Steinmosaikfassade. Das Gebäude wurde ursprünglich als Restaurant konzipiert, stand zuletzt aber leer. "Wir sind schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Ort für so ein Konzept und sind dann mehr oder weniger zufällig auf dieses Objekt aufmerksam geworden", berichtet Major. Die Lebenshilfe hat das Haus angemietet und mit eigenen Mitteln kurzfristig barrierefrei hergerichtet. Immer dienstags und donnerstags von 17 bis 20 Uhr kann man dort einfach reinschneien und es sich gemütlich machen. "Darüber hinaus planen wir feste Kurse und Angebote. Es gibt auch bereits eine Kooperation mit der örtlichen Volkshochschule und einen guten Austausch mit der Stadt, die unser Vorhaben sehr begrüßt", sagt Tina MacLeod, Leiterin des Bereichs ambulante Wohnbegleitung. 700 Beschäftigte bei der Integ In Bad Driburg gibt es mit der Integ einen großen Arbeitgeber für Menschen mit Behinderung. Der Betrieb hat 700 Beschäftigte. Viele wohnen in Bad Driburg. "Rund 70 davon werden von uns in Bad Driburg begleitet und 30 leben auch in unseren Wohnstätten vor Ort", erläutert MacLeod. Im neuen Lebenshilfe-Treff haben sie ein außerbetriebliches Freizeitangebot. Geplant sind Yoga- und Zumbakurse, regelmäßige Filmabende, gemeinsame Kochrunden und wechselnde Mottoabende. "Wir haben viele Idee und sind für alles offen, aber natürlich muss sich das alles auch entwickeln", sagt MacLeod. Mit Betreuerin Anne Lingemann wird immer eine Fachkraft vor Ort sein und den Betrieb des Treffs koordinieren. Einmal im Monat soll es ein Sonntagsfrühstück geben sowie ein wöchentliches vormittägliches Familiencafé, das besonders auch junge Mütter ansprechen soll. Insbesondere will der Treff auch die Bewohner der benachbarten Flüchtlingsunterkunft sowie die Senioren der nahen Alteneinrichtungen ansprechen. "Unser Treff liegt zentral in der City und ist zugleich aber auch eine soziokulturelle Anlaufstelle für ein großes Wohnquartier," erläutert Geschäftsführer Major. Musik spielt wichtige Rolle Musik soll dabei eine wichtige Rolle spielen. Fest terminiert ist bereits ein wöchentlicher Musikabend am Mittwoch ab 19 Uhr. Bereichsleiterin Tina MacLeod: "Instrumente, die wir zur Verfügung stellen, sind bereits vorhanden. Es fehlen nur noch die Leute zum Mitmachen." Das Gebäude hat rund 90 Quadratmeter Nutzfläche. Die Hälfte davon entfällt auf den großen Gruppenraum, der rund 20 bis 30 Menschen fassen kann. Es gibt eine Kücheneinrichtung und behindertengerechte Toiletten, sowie ein kleines Büro.

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