Breitbandausbau wird Realität: Bürgermeister Burkhard Deppe (l.) und Innogy-Kommunalbetreuer Josef Ontrup halten das Leerrohr in den Händen, durch das künftig Glasfaberkabel schnelles Internet nach Bad Driburg bringen. - © Burkhard Battran
Breitbandausbau wird Realität: Bürgermeister Burkhard Deppe (l.) und Innogy-Kommunalbetreuer Josef Ontrup halten das Leerrohr in den Händen, durch das künftig Glasfaberkabel schnelles Internet nach Bad Driburg bringen. | © Burkhard Battran

Bad Driburg Neues Jahr beginnt in Bad Driburg mit 120 Mbit

Breithandausbau: Energiekonzern Innogy investiert drei Millionen Euro, um Bad Driburg ans Glasfasernetz anzuschließen. Ortschaften müssen sich noch ein Jahr lang gedulden

Burkhard Battran

Bad Driburg. Der symbolische Spatenstich ist gestern erfolgt. Das schnelle Internet bahnt sich einen Weg in die Eggestadt. Mit Beginn des neuen Jahres soll auch in Bad Driburg ein neues Internetzeitalter starten. „Durch den Einsatz moderner Technologien werden in Bad Driburg bald Download-Geschwindigkeiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde möglich sein“, kündigte Innogy-Kommunalbetreuter Josef Ontrup an. Innogy investiert über seine Tochter Westnetz drei Millionen Euro in den Breitbandausbau für Bad Driburg. „Wir sind sehr froh über dieses Engagement, insbesondere auch, weil Innogy und Westnetz verlässliche und kompetente Partner sind“, sagte Bürgermeister Burkhard Deppe. Insgesamt werden 15 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Die Arbeiten werden über die auch in Brakel ansässige Tochter Westnetz geplant und geleitet. Abzweigend von einer Wingas-Leitung in der Nähe von Alhausen wird das Glasfaserkabel nach Bad Driburg geführt. In der Stadt werden dann 28 Multifunktionsgehäuse gebaut, die sich in der Nähe der Kabelverzweiger befinden, über die das schnelle Internet zu den Anschlüssen geführt wird. „Lediglich die letzte Meile wird mit traditionellem Kupferkabel erschlossen“, erläutert Ontrup. Der erste Bauabschnitt, der „Auf der Steinbrücke“ beginnt, wird von der Warburger Tiefbaufirma Waldeier ausgeführt. Die Ortschaften müssen sich voraussichtlich noch ein Jahr lang gedulden, bis auch sei mit schnellem Internet versorgt werden. Das hängt damit zusammen, dass die Netzbetreiber hier keine eigenen Investitionen tätigen, weil sich das wirtschaftlich nicht lohnen würde. Darum läuft im Kreis Höxter ein eigenes vom Bund gefördertes Projekt der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter. „Das Verfahren ist auf einem guten Weg. Bis November werden die Aufträge ausgeschrieben und es gibt ja die Vorgabe, dass bis Ende 2018 alle Ortschaften auf 50 Mbit aufgerüstet werden“, erklärte der Landtagsabgeordnete Matthias Goeken. „Gerade auch für die Entwicklung der Ortschaften ist der Breitbandausbau ein ganz entscheidendes Kriterium, wenn sich dort Unternehmen und Familien ansiedeln sollen“, sagte Stadtverordneter Antonius Oeynhausen aus Herste.

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