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Die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck aus Vlotho. - © picture alliance / Paul Zinken/dpa/Pool/dpa
Die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck aus Vlotho. | © picture alliance / Paul Zinken/dpa/Pool/dpa

Verden Holocaust-Leugnerin Haverbeck zum Haftantritt geladen

Staatsanwaltschaft: „Wir gehen davon aus, dass sie haftfähig ist"

27.04.2018 | Stand 27.04.2018, 13:05 Uhr

Verden (dpa). Die Staatsanwaltschaft Verden hat die wegen Volksverhetzung verurteilte 89-jährige Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck aus Vlotho zum Antritt ihrer zweijährigen Haftstrafe geladen. „Wir gehen davon aus, dass sie haftfähig ist", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Haverbeck hatte der Staatsanwaltschaft Verden zuvor erklärt, dass sie sich nicht für haftfähig hält. Haverbeck wurde mehrfach verurteilt Haverbeck aus Vlotho im Kreis Herford wurde schon mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt. Wiederholt behauptete sie, dass das Konzentrationslager Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager gewesen sei. Aus Sicht der Verteidigung sind die Äußerungen durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt. Haverbeck muss sich nun binnen kurzer Zeit bei der zuständigen Justizvollzugsanstalt zu melden. Das Landgericht Verden hatte Haverbeck Ende August 2017 wegen Volksverhetzung zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Anfang des Jahres war sie vor dem Oberlandesgericht Celle mit einem Revisionsantrag gegen das Urteil gescheitert.

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