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Melanie Finke (l.) und Manuela Gurtzki. Am Anfang war Melanie die treibende Kraft, besuchte Manuela in ihrem Café. ,,Melanie ist am Ball geblieben. Das fand ich toll´´, sagt Manuela. - © Anne Webler
Melanie Finke (l.) und Manuela Gurtzki. Am Anfang war Melanie die treibende Kraft, besuchte Manuela in ihrem Café. ,,Melanie ist am Ball geblieben. Das fand ich toll´´, sagt Manuela. | © Anne Webler

Rödinghausen "Wir sind für einander da"

BESTE FREUNDE (4): Melanie Finke und; Manuela Gurtzki lernten sich im Café kennen

VON ANNE WEBLER
29.03.2013 | Stand 25.06.2013, 11:45 Uhr

Rödinghausen. Manuela Gurtzki (36 Jahre) und Melanie Finke (31) haben sich in Melanies Café kennengelernt. Das war vor neun Jahren. Durch die viele Arbeit im Café hatte Manuela damals keine Zeit für Freundschaften, aber Melanie blieb dran, suchte immer wieder den Kontakt. Dafür ist ihr Manuela dankbar. Heute sind sie füreinander da, wenn sie sich brauchen.

Manuela Gurtzki ist mit Melanie Finkes Ehemann zur Schule gegangen. Als Manuela (Ela) das Café Aufm Tie von Ernst-August Sendmeyer übernahm, schlug Melanies Ehemann Frank vor, dass sie da mal vorbeischauen. Sie gingen dort öfter sonntags frühstücken, Melanie spielte mit Elas Tochter Lena. Bald fuhr Melanie auch alleine ins Café, um mit Ela zu quatschen. Irgendwann besuchte Melanie Ela das erste Mal zu Hause in Westkilver, sie selbst wohnte damals noch in Bieren. "Melanie hat immer schon was getan für unsere Freundschaft und ist am Ball geblieben. Das finde ich toll", sagt Ela.

Sie telefonieren ein- bis zweimal pro Woche. "Ich telefoniere öfter mit Elas Mann, ihrem Sekretariat, als mit ihr", sagt Melanie und lacht. Auch wenn sie mal zwei Wochen nichts von Ela höre, sei sie ihr nicht böse. "Dann weiß ich: das ist Ela." Dafür ist Ela für sie da, wenn Melanie sie braucht. Melanies Sohn Ben (1 Jahr) ist mit einer Rückenkrankheit auf die Welt gekommen, er kann seine Füße nicht bewegen. Um Melanie zu entlasten, unternimmt Ela öfter etwas mit Melanies "großer" Tochter Johanna. Sie ist 5, Ela ist ihre Patentante. Und als Elas Mann Christian einen schweren Motorradunfall hatte, stand Melanie ihr bei. "Wenn man gebraucht wird ist der andere da", sagt Ela über ihre Freundschaft.

"Wir treffen uns meist sehr spontan", erzählt Melanie. "Hast du heute Abend schon was vor? - so läuft es meistens." Vergangenen Sommer sind sie spontan Eis essen gefahren nach Bad Essen, einmal ins H2O, oft treffen sie sich wegen der Kinder auch zu Hause. Auch die Männer verständen sich zum Glück gut. "Elas Familie gehört zu meiner Familie dazu", sagt Melanie. Bei Geburtstagen seien Ela, ihr Mann Christian und Tochter Lena immer dabei. Als nächstes steht Lenas Konfirmation an.

Anfangs seien sie zusammen zum Frisör gegangen und hätten sich gleichzeitig die Haare schneiden lassen, erzählt Melanie. "Das war lustig." Danach seien sie immer ins Tom-Tom-Inn gegangen. "Das gibt es jetzt auch nicht mehr", sagt Ela. So wie ihr Café. Sie hat irgendwann zugemacht, es war zu viel Arbeit, zu wenig Freizeit. "Für die Gastronomie muss man geboren sein. Man hat nie Zeit." Doch ein gutes hatte das Café: Sie haben sich kennengelernt.
 

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