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Spenge

Politikunterricht einmal anders

Bürgermeister empfängt Sechstklässler der Realschule Spenge

VON CHRISTINA ZIMMERMANN
13.11.2013 | Stand 12.11.2013, 18:16 Uhr |
Bürgermeister Bernd Dumcke (hinten, r.) hat der Klasse 6a der Realschule Spenge mit ihren Klassensprechern Franziska (vorne, l.) und Lukas und der Klassenlehrerin Elisabeth Harting einen Einblick ins Rathaus gegeben. - © FOTO: ZIMMERMANN
Bürgermeister Bernd Dumcke (hinten, r.) hat der Klasse 6a der Realschule Spenge mit ihren Klassensprechern Franziska (vorne, l.) und Lukas und der Klassenlehrerin Elisabeth Harting einen Einblick ins Rathaus gegeben. | © FOTO: ZIMMERMANN

Spenge. Wann berührt die Stadtverwaltung das Leben von Sechstklässlern? Auf diese Frage gab Bürgermeister Bernd Dumcke der 6a der Realschule Spenge ganz persönlich eine Antwort. Während eines Besuchs im renovierten Rathaus haben die Schüler den Bürgermeister mit Fragen gelöchert und viel erfahren über ihre eigene Stadt.

"Kann eine Stadt auch mal kein Geld haben?", fragt einer der Schüler. Die gesamte Klasse sitzt an dem großen runden Tisch im Ratsaal und schaut gespannt zum Bürgermeister. Bernd Dumcke hebt kurz die Augenbrauen.

Um die Finanzen der Kommunen in ganz NRW ist es nicht gut bestellt.Wie aber diesen Umstand einem Elfjährigen erklären? Der Bürgermeister findet die passenden Worte: "Die Stadt hat viele Aufgaben, die Geld kosten und im Moment hat sie so viele, dass das Geld oft nicht ausreicht."

Mit einer kleinen Reise durch den Alltag veranschaulicht Dumcke den Mädchen und Jungen, wann sie konkret Kontakt mit den Aufgaben der Stadt haben. Ob es um das Abwasser während des Duschens und Zähneputzens oder um die Reinigung von Straßen, um die Instandhaltung des Realschulgebäudes oder um Sportplätze, die Bücherei oder Spielplätze geht – bei all diesen Punkten kommen die Schüler in Berührung mit der städtischen Verwaltung ohne es zu merken. "Wir übernehmen die Aufgaben, die ein Bürger alleine nicht stemmen könnte", erklärt der Verwaltungschef.

Auch über den Aufbau des Rates und wie er gewählt wird, diskutiert der Bürgermeister mit den Sechstklässlern, die mit großem Interesse zuhören, viele Frage stellen und auf ihren gelben Zetteln fleißig mitschreiben. Die Notizen dienen hinterher der Aufarbeitung des Themas Stadtverwaltung im Unterricht.

"Wir besuchen das Rathaus im Rahmen des Politikunterrichts", sagt Klassenlehrerin Elisabeth Harting. "Es ist wichtig, dass die jungen Menschen sehen, wie man als Gemeinschaft Verantwortung übernimmt."

Natürlich interessiert sich die Klasse vor allem für persönliche Dinge des Bürgermeisters. Macht er auch eine Mittagspause? Was ist, wenn er mal krank ist? Wann fängt er an zu arbeiten? Wieso hat er sich diesen Beruf ausgesucht? Was findet er gut an Spenge? Dumcke gibt Antwort auf all diese Fragen. An Spenge schätzt er den familiären Charakter. Letzte Station des Vormittags ist das Bürgerbüro: "Unsere Türen stehen immer offen, auch für euch", sagt der Bürgermeister.

Eine Bitte hat er: "Ich wünsche mir, dass mit all den Dingen, die die Stadt für euch bereit stellt, pfleglich und sorgsam umgeht." 

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