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Maßstabsgetreu ist der Nachbau des Hühnerhaues. Bei der Übergabe waren dabei Volker Stein (v. l., Volksbank-Stiftung), Andreas Guder (1. Vorsitzender IG Katzenholz), Jagdpächter Erwin Upmeier, Reinhard Krüger und Werner Schmid (Hegering). - © Karin Wessler
Maßstabsgetreu ist der Nachbau des Hühnerhaues. Bei der Übergabe waren dabei Volker Stein (v. l., Volksbank-Stiftung), Andreas Guder (1. Vorsitzender IG Katzenholz), Jagdpächter Erwin Upmeier, Reinhard Krüger und Werner Schmid (Hegering). | © Karin Wessler

Spenge Spenger Hühnerhaus maßstabsgetreu nachgebaut

Beim Offenen Adventskalender kamen viele Besucher ins Hühnerhaus. Reinhard Krüger hat viele Stunden arbeitet in das Modell investiert.

Karin Wessler
05.12.2019 | Stand 05.12.2019, 10:36 Uhr

Spenge. Geschätzt gut 100 Stunden Arbeit hat Reinhard Krüger in sein Projekt investiert, hinzu kommen noch viele "schlaflose Stunden", in denen er grübelte und Überlegungen zur Realisierung anstellte - jetzt überreichte er beim adventlichen Klön im Hühnerhaus das nachgebaute Modell dieses denkmalgeschützten Gebäudes an die IG Katzenholz und den Hegering als Nutzer des historischen Hauses. Der Hobbybastler hat das Häuschen maßstabs- und materialgetreu nachgebaut. "Das war eine teils sehr knifflige Arbeit", sagte der 80-Jährige und ist stolz auf sein Modell. Lieder auf der Blockflöte Beim Adventsklön hatten sich gut 60 Besucher im Hühnerhaus eingefunden, um sich bei Punsch und leckeren kleinen Speisen auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Vor dem Gebäude waren in einer Feuerschale einige Scheite Holz angezündet worden, drinnen gab es heiße Getränke. Andreas Guder spielte weihnachtliche Lieder auf seiner Blockflöte, ehe Jagdvorsteher Erwin Upmeier das Engagement Reinhard Krügers würdigte und das Projekt vorstellte. "Diese Arbeit muss einfach honoriert werden. Wir werden einen schönen Platz für das Modell finden, wenn das Hühnerhaus dann saniert worden ist", versprach er. "Reinhard Krüger hat das Häuschen im Maßstab 1:28,5 nachgebaut - mit beweglichem Dielentor und Fenstern." Da habe er viel Herzblut investiert. "Und wird sind alle stolz, dass es so schön geworden ist", betonte Upmeier. Es sei geplant, auch eine Audio-Version über die Geschichte des Hühnerhauses zu erstellen. "Denn die Geschichte dieses im Jahr 1847 errichteten Gebäudes ist sehr wechselhaft." Material ähnlich dem Original Reinhard Krüger hat versucht, bei seiner Materialwahl möglichst nahe an das Original heran zu kommen. "Das Fachwerk habe ich aus deutscher Eiche gebaut. Es ist verzapft, das war sehr aufwändig", erläuterte er. Die einzelnen Gefache habe er mit Dämmplatte ausgefüllt. "Jedes Feld habe ich einzeln von Hand eingesetzt", sagte der. Die Dachziegel hat er von Hand ausgesägt. "Das Modell hat jetzt eine Grundfläche von 56 mal 52 Zentimetern - plus Anbau", so der einstige Industriemechaniker, der in früheren Jahren auch Drechselarbeiten, hölzerne Fensterbilder oder filigrane Pyramiden anfertigte. "Der Bau hat mir sehr viel Spaß gemacht", betonte er bei der Übergabe. Geschichte im Blick Reinhard Lammering, der sich gut mit der Spenger Geschichte auskennt, hatte Daten, Jahreszahlen und Fotos rund um das Hühnerhaus zusammen getragen und nieder geschrieben und alles in einem Fotorahmen dekorativ zusammen gestellt. "So kann jeder die Historie nachlesen", sagte Upmeier. Der Jagdvorsteher würdigte darüber hinaus auch den Einsatz von Werner Schmid, der sich der Arbeit mit Kinder verschrieben habe und immer wieder aufs Neue versuche, ihnen Natur und den Wald näher zu bringen.

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