Spenge

Sechstklässler graben im Spenger Museum

KulturScouts OWL drehen einen Videoclip in der Werburg. Schüler graben und puzzeln.

Kameramann Lukas Günther vom Kreativnetzwerk "Paderborner Kreaturen" begleitet die Schüler bei den "Ausgrabungen" in der Werburg. | © Jeannine Gehle

28.11.2019 | 28.11.2019, 12:00

Spenge. Eine Schülergruppe erkundet die Werburg. Die Sechstklässler erfahren, wie es früher auf der Burg zuging und werden im Ausgrabungsraum selbst zu Archäologen. Eigentlich ein ganz alltägliches Programm - wäre da nicht der Kameramann, der die Gruppe begleitet. Denn die Werburg wird innerhalb eines Videoprojekts der KulturScouts OWL als besonderer Kulturort vorgestellt und in Szene gesetzt.

"Mit den Kurzvideos wollen wir die pädagogischen Angebote unserer Partner für die Öffentlichkeit erlebbar und lebendig machen", erklärt Stefanie Keil von den KulturScouts. Die KulturScouts sind ein vom Land NRW, den OWL-Kreisen und der Stadt Bielefeld gefördertes Projekt, das es Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe 1 ermöglicht, die Kulturlandschaft in OWL kennenzulernen.

Kulturexpedition in Spenge ist aufregend

Stefanie Keil ist froh, dass das Werburgmuseum Teil des Projekts ist. Sie sagt: "Das Werburgmuseum ist ein sehr interaktives Museum, das beim Durchgehen durch die Räume neugierig darauf macht, die Geschichte der Burg zu erkunden. Und mir ist auch kein anderes Museum bekannt, wo man selbst als Archäologe im Sand nach Gegenständen graben kann."

Für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Nepomucenum aus Rietberg ist die Kulturexpedition in Spenge gleich auf mehreren Ebenen ein aufregendes Erlebnis. Schließlich tauchen sie nicht nur in die Welt der Ritter und der Archäologen ein, sondern stehen auch vor der Kamera. Denn die ist überall dabei und Kameramann Lukas Günther vom Kreativnetzwerk "Paderborner Kreaturen" immer ganz nah dran.

Schüler führen durch den Clip

"Ich gehe auf Augenhöhe mit den Kindern durch das Museum und fange spontan die Momente ein. Das ist viel spannender, als wenn ich etwas vorgebe, weil man viel näher dran ist", sagt Lukas Günther. Dementsprechend seien es auch die Schüler, die durch den Clip führen: "Der Film lebt nicht nur von den Bildern, sondern auch davon, dass die Kinder erzählen." Für die zwölfjährige Nele, die dem Filmemacher vor der Kamera die Erlebnisse in der Werburg aus ihrer Sicht erzählte, ist das ein spannendes Erlebnis. "Ich war am Anfang schon ein bisschen aufgeregt, aber dann ging es", berichtet sie.

Wenn der Videoclip fertig ist, wird er auf den Internetseiten der Schule, der Werburg - werburg-spenge.de - und der KulturScouts OWL - kulturscouts-owl.de - zu sehen sein. "Wir wollen damit Lust darauf machen, die Kulturorte selbst zu besuchen", sagt Stefanie Keil.