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Klärwerk Spenge: Hier ist der Ort an dem Klärschlamm entsteht. - © Andreas Sundermeier
Klärwerk Spenge: Hier ist der Ort an dem Klärschlamm entsteht. | © Andreas Sundermeier

Spenge Entscheidung zur Entsorgung des Klärschlamms der Stadt Spenge wird vertagt

Beratungsbedarf: André Schröder (Grüne) bittet um mehr Zeit zur Entscheidung. Jetzt muss in der Ratssitzung am 10. Oktober ein Votum her

Andreas Sundermeier
28.09.2019 | Stand 27.09.2019, 19:56 Uhr

Spenge. Wenn die Stadt Spenge sicherstellen will, dass sie auch im nächsten Jahr ihren Klärschlamm los wird, dann sollten sich die Lokalpolitiker spätestens bis zum 25. Oktober entscheiden. Denn das ist der letzte Termin für die Beteiligung an einer Verbrennungsanlage unter Regie von Westfalen Weser Energie (WWE). Dann erwartet die Gesellschaft eine verbindliche Zusage über die Menge des gelieferten Klärschlamms. Spenge ist eine von 54 Kommunen, die die WWE beauftragt hatten, eine Möglichkeit zur Verbrennung zu recherchieren. Im jüngsten Hauptausschuss kam es nicht zu einer Entscheidung. Denn André Schröder (Grüne) meldete noch Beratungsbedarf an. Also wird die Entscheidung in der Ratssitzung am 10. Oktober getroffen werden müssen. Schröder sah sich "nicht in der Lage", dem Vorschlag der Verwaltung, sich an der WWE-Gesellschaft zu beteiligen, zuzustimmen. Schröder habe noch Unterlagen von der WWE-Konkurrenz, der OLW-Klärschlamm-Kooperation, durchzuarbeiten, die er auch den anderen Ausschuss- und Ratsmitgliedern zur Verfügung stellen könne. Zudem plädierte er dafür, auch einen Sprecher der Klärschlamm-Kooperation zu hören, doch das sei wegen des Zeitdrucks wohl eher schwierig. Offene Punkte Hans-Jürgen Fischer (SPD) sah zwar noch "offene Punkte" im WWE-Konzept, erachtete es aber als "nachvollziehbar". "Das sollten wir annehmen." CDU-Fraktionsvorsitzender Lars Hartwig (CDU) erkannte: "Wir brauchen eine kurzfristige Lösung und stehen unter Entscheidungsdruck. Das Verfahren läuft wohl unglücklich, ich hätte mir ein transparenteres gewünscht." Aber: "Bei WWE dürfen wir uns relativ sicher sein, dass das Projekt beginnt. Wir stehen ihm positiv gegenüber." Auch FDP-Poltiker Rainer Kalla wolle für das WWE-Projekt stimmen. Obwohl das Verfahren "schwierig und nebulös" sei, sei der WWE-Vorschlag zur Zeit die beste Lösung stellte Ralf Kinnius (UWG) fest. "In den ersten Zug steigen wir ein" Sein Fraktionskollege Ralf Sieker sah beide Gesellschaften "auf einem Gleis". Doch die WWE sei der erste Zug. "Und in den steigen wir ein." Und Reinhold Hübers (CDU) urteilte ganz pragmatisch: "Das ist nicht nur der erste, das ist unser Zug. Der gehört uns ja." Er sprach damit die Beteiligung der Stadt Spenge an WWE an. Bürgermeister Bernd Dumcke warnte gar, dass der Zug nicht ohne die Stadt abfahre: "Am 10. Oktober müssen wir entscheiden. Denn sonst ist es zu spät."

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