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Auf dem Gelände der ehemaligen Skater-Anlage könnte der neue Trimm-Dich-Park entstehen. - © Mareike Patock
Auf dem Gelände der ehemaligen Skater-Anlage könnte der neue Trimm-Dich-Park entstehen. | © Mareike Patock

Spenge Kaufmannschaft plant Outdoor-Fitnesspark in Spenge

In dem Trimm-Dich-Park sollen alle Spenger kostenlos trainieren können. Auch eine geeignete Fläche für die Anlage haben die Gewerbetreibenden schon ausgemacht.

Mareike Patock
14.09.2019 | Stand 13.09.2019, 16:32 Uhr

Spenge. Trainieren fast wie im Fitness-Studio - nur unter freiem Himmel: Das möchte die Spenger Kaufmannschaft den Bürgern ermöglichen und einen Trimm-Dich-Park am Rande des Zentrums einrichten. Jetzt hat sie ihre Pläne den Spenger Politikern vorgestellt. Und auch einen geeigneten Platz für das Open-Air-Fitnessstudio, das für alle kostenfrei zugänglich sein soll, hat die Kaufmannschaft schon ausgemacht. Sport werde in unserer Gesellschaft immer wichtiger und in Zeiten von stundenlanger Bildschirmarbeit auch notwendiger, sagte Benjamin Volk von der Kaufmannschaft im Stadtentwicklungsausschuss. Ein Trimm-Dich-Park fördere aber nicht nur die Fitness, sondern schaffe auch Aufenthaltsqualität und fördere das Gemeinschaftsgefühl. Oft würden sich hier ganze Gruppen von Sportbegeisterten zusammenfinden und gemeinsam trainieren. "Da wird eine Verbindung geschaffen, die ich für sehr wichtig halte", ergänzte Sebastian Möcker von der Kaufmannschaft. Viele große Städte hätten bereits solche Parks. "Aber in Spenge gibt es aktuell nichts Vergleichbares", sagte Volk. Vielfältige Trainingsmöglichkeiten In dem Trimm-Dich-Park sollen verschiedene Fitness-Geräte aufgebaut werden: eine Klimmzugstange zum Beispiel oder eine Sprossenwand und Übungsbänke. "Idealerweise hat er mehrere Stationen", sagte Möcker. An den einzelnen Geräten könne man "Fitness- und Kraftsport mit dem eigenen Körpergewicht machen". Die Trainingsmöglichkeiten auf einer solchen Anlage seien vielfältig, darum sei sie auch für jedes Alter und jeden Fitnessgrad geeignet. Diesen Standort hat die Kaufmannschaft ausgeguckt Als geeigneten Standort sieht die Kaufmannschaft das Gelände der ehemaligen Skater-Anlage gleich neben der Werburger Sporthalle an der Ledeburstraße. "Das ist ein zentraler Standort und niemand wird im Umfeld durch die Sportler gestört." Hinzu komme, dass auch das Freibad und Tennisplätze in unmittelbarer Nachbarschaft seien. Und wer nach den Fitnessübungen im Calisthenics-Park noch eine Runde joggen wolle, könne das im angrenzenden Wald tun. Außerdem sei die Fläche bereits verdichtet. Neben Einzelsportlern oder Gruppen könnten zum Beispiel auch Schulen oder Sportvereine den Open-Air-Fitnesspark nutzen. "Und es könnten auch Wettkämpfe stattfinden", schlug Möcker vor. So soll das Projekt finanziert werden Um die Anlage zu installieren, geht die Kaufmannschaft von Kosten in Höhe von rund 45.000 Euro aus. Das Stadtsäckel würde das Projekt allerdings nicht belasten, denn die Gewerbetreibenden wollen die Anlage aus anderen Quellen finanzieren: "30.000 Euro sollen von gewerblichen Investoren und Stiftungen getragen werden, 15.000 Euro von der Kaufmannschaft." Bis zum ersten Quartal 2020 solle die Finanzierung stehen. "Eröffnung wäre dann im Frühjahr/Sommer 2020." Das sagt die Politik Die Politiker sprachen sich einstimmig für das Projekt aus. "Die Idee ist hochinteressant und es ist toll, dass sich de Kaufmannschaft dafür stark macht", sagte Ralf Kinnius (UWG). Eine solche Anlage sei "eine sehr gute Lösung für die Fläche". Noch dazu werde die Stadtkasse nicht belastet. "Die Idee ist toll, eine öffentliche Anlage zu haben, auf der man trainieren kann", attestierte auch Lars Hartwig (CDU). Seine Fraktion habe keine Bedenken, warum die Stadt die Fläche nicht zur Verfügung stellen sollte. Für Spenge bedeute das Projekt eine "Attraktivitätssteigerung". Auch die SPD sprach sich für das Projekt aus und zollte der Kaufmannschaft ihren Dank für deren Einsatz.

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