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2016 eröffnet: Das Werburg-Museum im Herrenhaus ist jetzt in die "Vereinigung westfälischer Museen" aufgenommen worden, - © Mareike Patock
2016 eröffnet: Das Werburg-Museum im Herrenhaus ist jetzt in die "Vereinigung westfälischer Museen" aufgenommen worden, | © Mareike Patock

Spenge Werburg-Museum in Spenge gehört jetzt zu einem erlauchten Kreis

Die Einrichtung ist seit Juni Mitglied in der "Vereinigung westfälischer Museen" - und das bringt einige Vorteile für das Spenger Haus mit sich.

Mareike Patock
16.08.2019 | Stand 15.08.2019, 19:35 Uhr

Spenge. Für das Werburg-Museum ist es eine besondere Ehre: Die Spenger Einrichtung ist jetzt in die "Vereinigung westfälischer Museen" aufgenommen worden. "Das ist eine Auszeichnung für uns", sagt der Vorsitzende des Werburg-Vereins, Werner Best. Eine Mitgliedschaft, die für das Spenger Museum einige Vorteile mit sich bringt. Gerade als kleineres Museum sei es wichtig, in Netzwerke eingebunden zu sein, betont Best. Schon seit längerem sei die Spenger Einrichtung darum auch Mitglied in der Museumsinitiative OWL. Und seit Mitte Juni eben auch in der "Vereinigung westfälischer Museen". Auch Museen mit Weltruf sind Mitglied 160 Einrichtungen seien darin zusammengeschlossen - kleinere Häuser, aber auch die großen und bekannten Museen der Region: das Heinz-Nixdorf-Museumsforum in Paderborn zum Beispiel, das UNESCO-Welterbe Corvey oder das "rock'n'popmuseum" in Gronau. Auch Museen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) gehören zu der Vereinigung - etwa das Freilichtmuseum in Detmold, das Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund oder das Naturkundemuseum in Münster. "Da sind wir jetzt in einem erlauchten Kreis", sagt Best. Mitte Juni war er zur Jahrestagung der Vereinigung nach Lüdenscheid gereist, um das Werburg-Museum vorzustellen und für eine Aufnahme zu werben. Anschließend hätten die Mitglieder über den Antrag abgestimmt. "Und wir sind einstimmig aufgenommen worden", berichtet Best erfreut. Das Konzept des Werburg-Museums, Kindern über die Archäologie Geschichte näherzubringen, habe die Mitglieder überzeugt. Werburg-Museum in Westfalen bekannter machen Netzwerke wie dieses böten die Möglichkeit, die Spenger Einrichtung innerhalb der westfälischen Museumslandschaft bekannter zu machen. So veranstalte die Vereinigung zum Beispiel regelmäßig Tagungen, bei denen sich die Mitgliedsmuseen austauschen könnten. Ein weiterer Vorteil des Netzwerks sei, dass die Vereinigung auf ihrer Homepage allen Mitgliedsmuseen ein Forum biete. Digitales Archiv Und: Auf der Internetseite gebe es ein "Museum digital". "Da können die Mitgliedshäuser ihre Archivbestände vorstellen", erklärt Werner Best. Denn in den Museen selbst könne ja nur ein Bruchteil dessen gezeigt werden, was in den Archiven und Magazinen noch Spannendes liege. Auch im Werburg-Museum sei das nicht anders. Viele historische Stücke, die die Archäologen an der Werburg zutage gefördert haben, seien heute im Fundmagazin der LWL-Archäologie für Westfalen in Münster eingelagert. "Aber durch das 'Museum digital' hat man die Möglichkeit, solche nicht ausgestellten Objekte zu zeigen." Neue Sonderausstellung geplant Das ist für Museumsmacher besonders interessant, wenn sie zum Beispiel eine Sonderausstellung planen - und dafür Exponate suchen, die nicht im eigenen Magazin vorhanden sind. Werner Best konzipiert gerade eine neue Sonderausstellung zum Thema "Klima und Heizen in der kleinen Eiszeit" - und dafür ist ihm das digitale Archiv bereits zugute gekommen. "Da habe ich schon zwei Exponate gefunden, auf die ich sonst nie aufmerksam geworden wäre."

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