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Die Flammen fraßen sich schnell weiter. Foto: David Beckmann
Die Flammen fraßen sich schnell weiter. Foto: David Beckmann

Spenge 10.000 Quadratmeter Feld brennen in Spenge – Flächenbrand mit Großeinsatz

Die Flammen in Bardüttingdorf drohen auf ein benachbartes Feld überzuspringen. Die Feuerwehr ruft die zweithöchste Alarmstufe aus. Was die Brandursache sein könnte.

Ekkehard Wind
30.07.2019 | Stand 30.07.2019, 14:59 Uhr

Spenge. Ein Flächenbrand in Bardüttingdorf hielt am Dienstagmittag (30. Juli) die Spenger Feuerwehr in Atem. Rund 10.000 Quadratmeter eines Stoppelfeldes standen an der Straße Kreuzfeld/Baringdorfer Straße in Flammen. Die Gefahr bestand, dass das Feuer auf ein benachbartes, noch nicht abgeerntetes Getreidefeld übergriff. Nicht zuletzt deshalb hatte Einsatzleiter Klaus Greulich flugs die Alarmstufe auf die zweithöchste heraufgesetzt. Das bedeutete: Neben den Löschgruppen Bardüttingdorf und Wallenbrück eilten auch die Löschzüge Spenge-Mitte und Lenzinghausen zum Einsatzort. Wie ein Landwirt der Feuerwehr hilft Als die ersten Feuerwehrfahrzeuge eintrafen, brannte schon eine große Fläche des Feldes. Der Wind trieb die Flammen weiter in Richtung des noch nicht abgeernteten Getreidefeldes. Mit fünf Strahlrohren bemühten sich die Einsatzkräfte, ein Ausbreiten des Feuers zu unterbinden. "Zu Hilfe kam uns ein Landwirt, der mit einem Traktor eine Schneise zog und mit einem Frontlader das Stroh aus der Gefahrenzone schob", sagt Klaus Greulich. Das Hauptproblem für die Feuerwehrleute war zu Beginn die Wasserversorgung. "Wir haben hier in der Nähe nur einen Hydranten. Den haben wir mit einer 300-Meter-Leitung angezapft", erläutert der Einsatzleiter. Damit aber nicht genug: Der Wasserwerfer der Feuerwehr Enger und ein Spezialfahrzeug der Kreisleitstelle mit einem 5.000 Liter-Tank eilten zur Hilfe. Insgesamt waren rund 40 Feuerwehrleute im Einsatz. Das war knapp Ihnen gelang es, ein Überspringen der Flammen auf das nächste Feld zu verhindern. "30 Meter vor der Grenze haben wir das Feuer gestoppt", sagt Greulich und wischt sich den Schweiß aus dem Gesicht. "Wir haben zunächst nur ein Knistern gehört, das lauter wurde", sagte Nachbar David Beckmann. "Dann haben wir gesehen, wie der Feldrand brannte und die Feuerwehr alarmiert. Aber vor uns hatte schon jemand den Brand gemeldet." Innerhalb von wenigen Minuten habe sich das Feuer ausgebreitet. Was den Brand ausgelöst hat, ist zunächst unklar. "Eine Selbstentzündung schließe ich aus", sagt der Einsatzleiter. Er vermutet, dass eine achtlos weggeworfene Zigarette den Brand verursacht haben könnte. Oder eine Glasscherbe, die bei der starken Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas wirken könnte, meint einer der Anwohner.

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