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Arbeiten zusammen: Die Regenbogen-Gesamtschule ist eine Kooperation mit dem Böckstiegel-Museum in Werther eingegangen. Bei der Vertragsunterzeichnung waren Schulleiter Hartmut Duffert (v. l.), Schülersprecher Dennis Mönkemöller, Lehrerin Jaqueline Banke, Lilian Wohnhaus (Museum) und Hans Christoph Litke (Sparkasse Herford) dabei. - © Karin Wessler
Arbeiten zusammen: Die Regenbogen-Gesamtschule ist eine Kooperation mit dem Böckstiegel-Museum in Werther eingegangen. Bei der Vertragsunterzeichnung waren Schulleiter Hartmut Duffert (v. l.), Schülersprecher Dennis Mönkemöller, Lehrerin Jaqueline Banke, Lilian Wohnhaus (Museum) und Hans Christoph Litke (Sparkasse Herford) dabei. | © Karin Wessler

Spenge Spenger Schüler malen im Böckstiegel-Museum

Regenbogen-Gesamtschule unterzeichnet Kooperationsvertrag mit dem Böckstiegel-Museum in Werther. Und der Begriff Heimat könnte ein ganz neue Bedeutung bekommen.

Karin Wessler
07.07.2019 | Stand 06.07.2019, 16:56 Uhr

Spenge. Ganz authentisch lernen die Schüler der Regenbogen-Gesamtschule Spenge die Werke und Maltechnik des heimischen Künstlers Peter August Böckstiegel kennen. Schulleiter Hartmut Duffert unterzeichnete am Donnerstag einen Kooperationsvertrag, in dem festgeschrieben wurde, dass vor allem die siebten Jahrgänge und auch Oberstufenschüler in dem Museum in Werther zu Pinsel und Farbe greifen dürfen. Sie lernen dort viel über den Künstler, den Expressionismus und Malstile lernen sollen. "Das wird sicher eine spannende Zeitreise", hofft die Lehrerin Jaqueline Banke. Gemeinsam mit Lilian Wohnhas, beim Museum für Kunstvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, hatte sie die Zusammenarbeit in die Wege geleitet. "Schulen und Museen sind wichtige Partner", unterstrich Lilian Wohnhas. "Der außerschulische Lernort Museum bietet Schulen ergänzende Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume, neue sinnliche Zugänge und bietet auch Begegnung mit dem Original." Das Museum habe einen Bildungsauftrag, dem es gerecht werden wolle. Kunst und Künstler kennen lernen Auch Schülersprecher Dennis Mönkemöller zeigte sich erfreut. "Das ist für unsere Schule sicher von Bedeutung. Für die Schüler ist es interessant, wenn sie vor Ort malen können und den Künstler und dessen Kunst besser kennen zu lernen." Banke: "Das Museum ist zudem ein Ort, an dem die Schülerinnen und Schüler erfahren können, was der Begriff ,Heimat' bedeuten kann und was ihr persönliches Umland ihnen zu bieten hat." Auch sei es ein wichtiger Aspekt, dass dieser Lernort außerhalb der Schule liege. "Das Museum wird uns in den nächsten Jahren unterstützen, die Maltechniken des Expressionismus auch praktisch umzusetzen. Der Blick eines Museumspädagogen ist dabei ein anderer als der einer Lehrkraft, was sich sicherlich positiv auf die eigene Ausdrucksmöglichkeit auswirkt." Schulleiter Harmut Duffert: "Mit diesem Kooperationsvertrag haben wir so langsam alles komplett im künstlerisch-musischen Bereich", unterstrich er. "Auf Bühnen sind wir bereits unterwegs, es gibt schon Kooperationen mit den Theatern in Bielefeld und Herford." Auch gebe es Kooperationspartner im musischen Bereich. Hier im Museum zu lernen, sei eine neue Ebene. "Es ist authentisch, vor Ort zu arbeiten und zu lernen." Vor- und Nachbereitung im Schulunterricht Der Unterricht im Museum soll zuvor während des Schulunterrichtes vorbereitet werden. "Und das Erarbeitete wird anschließend auch weiter behandelt", so Jaqueline Banke. "Auch sollen die Exponate später bei unterschiedlichen Veranstaltungen - etwa bei der Kulturwerkstatt - präsentiert werden." Seit rund zehn Jahren arbeitet das Böckstiegel-Museum bereits mit örtlichen Grundschulen zusammen. "Jedes Jahr kommen 100 bis 120 Viertklässler hierher, erkunden das Museum und malen auch. Später werden die Bilder der Mädchen und Jungend dann in deren Schulen ausgestellt." Förderung erhält die Kooperation durch die Stiftung der Sparkasse Herford. "Wir sind froh, dieses tolle Projekt unterstützen zu dürfen", sagte Hans Christoph Litke von der Sparkasse-Filiale in Spenge.

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