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Haben gut lachen: Lachyogalehrerin Silvia Rößler (v.l.) und die Organisatorinnen des Interkulturellen Frauenfrühstücks Annegret Beckmann, Mecla Morina, Rosy Kiefer-Hessedenz und Anke Käller. - © STEFANIE BOSS
Haben gut lachen: Lachyogalehrerin Silvia Rößler (v.l.) und die Organisatorinnen des Interkulturellen Frauenfrühstücks Annegret Beckmann, Mecla Morina, Rosy Kiefer-Hessedenz und Anke Käller. | © STEFANIE BOSS

Spenge Lachyoga in Spenge: Der Smiley steht fürs gemeinsame Lachen

Interkulturelles Frauenfrühstück: Beim Treffen im Bürgerzentrum erfahren die Teilnehmerinnen: „Lachen ist ansteckend und es schüttet Glücksbotenstoffe aus“

Stefanie Boss
11.03.2019 | Stand 11.03.2019, 15:45 Uhr

Spenge. Silvias Rößlers Auftritt ist offensichtlich: Smileys auf dem bunten Halstuch, auf dem Zifferblatt der Uhr und sogar als Ring am Finger. Die Lachyogalehrerin und Humor-Coachin war am Sonntag zu Gast beim Interkulturellen Frauenfrühstück. „Lachen verbindet" war dieses Mal das Thema. „Denn obwohl die Migrantinnen mittlerweile gut deutsch gelernt haben, gibt es manchmal noch Verständigungsprobleme", sagte Anke Käller, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Spenge. „Beim Lachen benötigt man aber keine Worte, um sich zu verstehen." Das kann Silvia Rößler nur bestätigen: Egal, welche Sprache man spreche, alle Menschen lachten auf „haha" oder „hoho", erklärte sie.  „Lachen ist auch Friedensarbeit" So sei Lachyoga eine weltweite Bewegung, die die Menschen verbindet. „Lachen ist auch Friedensarbeit", betonte Silvia Rößler, die sich auch als Lachbotschafterin versteht. Wer lacht, sei friedlich und so wird am ersten Sonntag im Mai um 14 Uhr für den Frieden um die Welt gelacht. Was Lachen noch bewirken kann, erklärte sie den Frauen beim Interkulturellen Frauenfrühstück auch: „Lachen ist ansteckend und es schüttet Glücksbotenstoffe im Körper aus. Beim Lachyoga, dem Lachen ohne Grund, kann man dies wie einen Muskel trainieren und einen Mechanismus aktivieren, um in gute Stimmung zu kommen. Es geht darum, aus jedem Tag etwas Schönes zu machen." Dies probierte sie mit den Frauen in Übungen auch gleich aus. „Danach ist man glücklich, beschwingt, alles ist gar nicht mehr so schwer", berichtete Anke Käller. Das Interkulturelle Frauenfrühstück stand dieses Mal auch im Kontext des Frauenmonat März. „Rund um den Weltfrauentag hat die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsstellen im Kreis Herford viele tolle Veranstaltungen auf die Beine gestellt", sagt Anke Käller. Dazu gehören unter anderem Vorträge und Ausstellungen zum Thema Frauenrechte. Starke Frauen hätten in der Vergangenheit bereits viel erreicht, sagte die Spenger Gleichstellungsbeauftragte. Einige Beispiele sind zusammengestellt auf einem Lesezeichen, das sie, verpackt im Grundgesetz, mit ihrer Engeraner Kollegin Ulrike Harder-Möller zum Weltfrauentag an Engeraner und Spenger Frauen verteilt hat. So dürfen Frauen etwa erst seit 1958 ohne Erlaubnis ihres Ehemanns arbeiten, die gesetzlich vorgeschrieben Hausfrauenehe 1977 abgeschafft und Vergewaltigung in der Ehe erst 1997 unter Strafe gestellt.  "Wir müssen auch mit den Männern in den Dialog kommen" „Wir haben Gesetze und Grundlagen auf unserer Seite", so Anke Käller, trotzdem gebe es immer noch „Baustellen". So sei zum Beispiel nicht einzusehen, dass Ehepaare ohne Kinder steuerlich besser gestellt seien als Alleinerziehende. „Wir müssen das weitertragen an die junge Generation und auch mit den Männern in den Dialog kommen", betonte die Gleichstellungsbeauftragte. „Denn miteinander reden ist wichtig."

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