Hat schon das Jubiläumsjahr 2020 im Blick: Sieghart Kröger, Vorsitzender der Freibad-Interessengemeinschaft. - © Mareike Patock
Hat schon das Jubiläumsjahr 2020 im Blick: Sieghart Kröger, Vorsitzender der Freibad-Interessengemeinschaft. | © Mareike Patock

Spenge FBI hat Bad-Jubiläum
bereits im Blick

Im kommenden Jahr: Das Freibad Lenzinghausen wird 90 Jahre alt und die FBI betreibt dann seit fünf Jahren das Bürgerbad. Super-Sommer 2018 sorgte für Besucher-Rekord

Ekkehard Wind
12.01.2019 | Stand 14.01.2019, 19:51 Uhr

Wer im Sommer Abkühlung suchte, war hier genau richtig: Das Bürgerbad in Lenzinghausen lockte 2018 rund 14.000 Badegäste an. „Der tolle Sommer bescherte uns einen Besucher-Rekord", bilanziert Sieghart Kröger. Nach Angaben des Vorsitzenden der Freibad-Interessengemeinschaft (FBI), die das Bad in der dritten Saison ehrenamtlich betreibt, hat sich die Besucherzahl gegenüber 2017 (6.000 Badegäste) mehr als verdoppelt. „In der ersten Saison 2016 waren es 10.000 Besucher", sagt Kröger. Somit ergebe sich über die drei ersten Jahre ein Schnitt von rund 10.000 Badegästen. „Damit stehen wir gut da." An Spitzentagen kamen 500 bis 600 Besucher pro Tag. „Als es in den Schulferien richtig heiß war, haben wir unsere Öffnungszeiten ausgedehnt", erinnert sich der Vorsitzende. Viele Besucher mögen das Bad wegen seines 50-Meter-Beckens Die Einrichtung sei vor allem als Familienbad beliebt. Aber auch viele Ältere hätten das Bad wieder für sich entdeckt, da die Sonne das Wasser auf bis zu 27 Grad aufgeheizt habe. Ein Pluspunkt gegenüber manchen anderen Bädern mit 25-Meter-Bahnen sei zudem das 50 Meter lange Becken. „Hier kann man ja noch richtig schwimmen – dieses Lob von Besuchern höre ich immer wieder", sagt Kröger. Beliebt ist bei den Gästen auch der Kiosk mit „seinen günstigen Preisen". Die meisten der Badegäste kämen aus Spenge und Enger. „Aber wir haben auch Gäste aus Bünde und sogar aus Bielefeld-Mitte." Etwa 50.000 Euro pro Jahr benötigt die Interessengemeinschaft laut Kröger, um das Bad bewirtschaften zu können. 7.500 Euro Zuschuss bekommen die Ehrenamtlichen jährlich von der Stadt Spenge. Den Rest müssen sie über Eintrittsgelder, Mitgliedsbeiträge, Sponsoren, Veranstaltungen oder Spenden einwerben. »Eine tolle Technikgruppe kümmert sich - und das alles ehrenamtlich« Um Wasserkosten einzusparen, hat die FBI im vergangenen Jahr einen 40 Meter tiefen, leistungsstarken Brunnen aktiviert. Dessen Wasser sei grundsätzlich gut, weise lediglich einen hohen Eisen- und Mangan-Gehalt auf. Der Einbau einer Enteisenungsanlage löste das Problem.Das Brunnenwasser kann fürs Schwimmbecken genutzt werden. „Wir haben die Wasserkosten dadurch halbiert", freut sich der FBI-Vorsitzende. Ein Lob spricht er insbesondere der „tollen Technikgruppe" des Vereins aus. „Die kümmert sich intensiv um das Bad – und das alles ehrenamtlich." Ein Rutsche für Kleinkinder kam 2018 hinzu. „In diesem Jahr wollen wir mit einem Sonnenschutz das Kinderbecken komplettieren", sagt Kröger. Im Blick behalten müsse die Interessengemeinschaft den Zustand des 50 Jahre alten Beckenkörpers und der Folie, die 30 Jahr alt sei. Im Blick hat Kröger aber auch schon das nächste Jahr. Dann sollen das 90-jährige Bestehen des Freibades Lenzinghausen und fünf Jahre Bürgerbad groß gefeiert werden. Er persönlich könnte sich ein zweitägiges Programm gut vorstellen: „Ein Programm für Kinder und Familien und am am anderen Tag eine Feier mit Musik. Das ist aber nur eine Idee. Entschieden ist noch nichts." In der kommenden Jahreshauptversammlung soll das Thema besprochen werden. Ziel sei die Bildung einer Gruppe, die das Jubiläumsprogramm in diesem Jahr plant und vorbereitet.

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