0
Hatten zum Bürgerforum eingeladen: Sabrina Held (Stadt Spenge), Bürgermeister Bernd Dumcke, Martin Gasse und Sebastian Tischendorf vom Paderborner Planungsbüro und der städtische Fachbereichsleiter Bernd Pellmann (v. l.). - © Mareike Patock
Hatten zum Bürgerforum eingeladen: Sabrina Held (Stadt Spenge), Bürgermeister Bernd Dumcke, Martin Gasse und Sebastian Tischendorf vom Paderborner Planungsbüro und der städtische Fachbereichsleiter Bernd Pellmann (v. l.). | © Mareike Patock

Spenge Ideen für den Blücherplatz

Städtebau-Projekt: Die Kommune will die Innenstadtfläche umgestalten und hat die Spenger Einwohner jetzt bei einem Bürgerforum nach ihren Ideen, Wünschen und Anregungen gefragt

Mareike Patock
28.11.2018 | Stand 28.11.2018, 16:20 Uhr

Spenge. Der Blücherplatz in Spenge soll attraktiver werden. Im kommenden Jahr will die Stadt darum einen Planungswettbewerb für Landschaftsarchitekten ausloben, um möglichst viele Gestaltungsvorschläge zu bekommen (die NW berichtete). Die teilnehmenden Fachplaner sollen in ihren Entwürfen aber auch berücksichtigen, was sich die Spenger Bürger für den Blücherplatz wünschen. Um möglichst viele Ideen und Vorschläge von Einwohnern zusammenzutragen, hatte die Stadt am Dienstagabend zum Bürgerforum in die Mensa der Gesamtschule eingeladen. Ruhepol in der Stadt Bei der etwa zweistündigen Veranstaltung diskutierten die gut 60 anwesenden Einwohner unter anderem über Aufenthaltsqualität, Wasserspiele, Parkplätze und über den Verkehr auf und am Blücherplatz. Für viele war es ein wichtiger Punkt, die Dominanz des motorisierten Verkehrs zu reduzieren. Früher sei der Blücherplatz ein Ruhepol inmitten der Stadt gewesen, sagte ein Einwohner. „Da gab es sogar einen Dorfteich.“ Etwas Geruhsames strahle der Platz heute aber nicht mehr aus. Das wiederherzustellen, sei sein Wunsch. Andere konnten das unterschreiben – und regten an, auf dem Blücherplatz auch eine Möglichkeit für Außengastronomie oder andere Veranstaltungen zu schaffen. Annegret Beckmann nannte den Engeraner Mathildenplatz als positives Beispiel. „Da finden Veranstaltungen statt, die Begegnungen schaffen. Es gibt zum Beispiel Konzerte oder ein Open-Air-Kino.“ Auch auf dem Blücherplatz wünsche sie sich Kultur. Die Frage der Parkplätze Diskutiert wurde auch über die Frage der Parkplätze. „In den letzten zehn Jahren hat das Dauerparken dort den Raum ergriffen“, betonte Ralf Sieker. Zurzeit gebe es auf dem Blücherplatz nur noch eine kleine Insel, wo man sich überhaupt noch aufhalten könne. „Das ist eine unbefriedigende Situation.“ Auf Parkplätze an jener Stelle komplett verzichten, wollten viele Bürger aber nicht – auch im Hinblick auf die angrenzenden Geschäfte. Der städtische Fachbereichsleiter Bernd Pellmann betonte, es gehe nicht darum, dort überhaupt keine Parkmöglichkeiten mehr anzubieten. „Aber der Ansatz war zu überlegen, ob man nicht von der fast ausnahmslosen Parkplatznutzung wegkommt.“ Die Intention sei, „eine andere Qualität dort zu schaffen als die, die wir jetzt dort haben“. Ein weiterer Wunsch der Bürger war, nicht nur den Blücherplatz selbst in die Planung einzubeziehen, sondern auch das nähere Umfeld – im Hinblick auf verkehrsberuhigende Maßnahmen vor allem die vorbeiführende Poststraße. Mit oder ohne Durchgangsverkehr Ein Bürger schlug vor, den eigentlichen Blücherplatz vom Verkehr abzubinden, um dort eine Fläche mit Aufenthaltsqualität schaffen zu können. Die Marktstraße und die daran anschließende Immanuel-Kant-Straße wären in diesem Fall nicht mehr über den Blücherplatz zu erreichen. „Aber das Problem ist, wir haben dort das Schulzentrum und Sportstätten – das ist nicht zu unterschätzen“, sagte Beckmann. Bislang fließe viel Verkehr, der dorthin gelangen wolle, über den Blücherplatz und die Marktstraße. Für die Poststraße sei das eine „starke Entlastung“. Ein anderer Bürger schlug vor, den Blücherplatz einfach mal probeweise für kurze Zeit vom Verkehr abzubinden, um zu schauen, ob eine solche Lösung überhaupt praktikabel sei. Auch die Gestaltung des neuen Blücherplatzes war ein Thema. Unter anderem stellte sich die Frage, ob künftig noch ein Brunnen gewünscht sei. „Wasser ist schön, aber definitiv kein Brunnen“, fand Volker Ziegenbruch. Der werde oft verschmutzt und sehe dann katastrophal aus.

realisiert durch evolver group