Gelungene Inszenierung: Die Schüler des Literaturkurses von Kirsten Hartwig der Regenbogen-Gesamtschule brachten Friedrich Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" auf die Bühne.
Foto: Stefanie Boss - © STEFANIE BOSS
Gelungene Inszenierung: Die Schüler des Literaturkurses von Kirsten Hartwig der Regenbogen-Gesamtschule brachten Friedrich Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" auf die Bühne.
Foto: Stefanie Boss | © STEFANIE BOSS

Spenge Gesamtschule Spenge mit gelungener Inszenierung

Gesamtschule Spenge: Die Literaturkurse zeigten eine Doppel-Aufführung den „Besuch der alten Dame“ und den „Rattenfänger von Hameln“

Stefanie Boss

Wie kam es zu dem rätselhaften Verschwinden von Kindern in der Stadt Hameln und was hatte der Rattenfänger damit zu tun? Und bringt der „Besuch der alten Dame" Glück und Wohlstand in die kleine Gemeinde Güllen zurück? Diesen Fragestellungen widmeten sich die beiden Literaturkurse der zwölften Jahrgangsstufe der Regenbogen-Gesamtschule in einer Doppel-Aufführung am Mittwoch. Los ging es mit der bekannten Tragikomödie von Friedrich Dürrenmatt. Es handelt von der Milliardärin Claire Zachanassian, die ihre verarmte Heimatstadt besucht. Mit 17 Jahren musste sie diese – schwanger und sitzengelassen – verlassen und kehrt, nachdem sie nach mehreren Ehen zu Geld gekommen ist, schließlich zurück. „Das Stück ist ein Literaturklassiker und wird häufig in der Oberstufe gelesen", sagte Kirsten Hartwig, Leiterin eines der Literaturkurse der Spenger Gesamtschule. „Wir haben es bearbeitet und auch etwas gekürzt und die Schüler haben auch eigene Ideen hineingebracht", berichtete die Lehrerin. „Sie haben Szenen wie den Prolog selbst gestaltet und das Gespräch zwischen Claire und Alfred, in dem diese auf ihre Vergangenheit zurückblicken, szenisch dargestellt." "Das war viel Textarbeit" Insgesamt war Kirsten Hartwig sehr zufrieden mit der Leistung ihrer Schüler. „Das war viel Textarbeit und die Schüler haben sehr eigenständig gearbeitet", lobte sie. Nach einer Pause ging es dann weiter mit der bekannten Sage des „Rattenfängers von Hameln" und dem zweiten Literaturkurs der Gesamtschule. „Die Schüler haben das Stück selbst geschrieben", erklärte Leiter Johannes Hegel. „Daher ist es auch kürzer als das andere, da mehr Zeit in die Schreibarbeit gegangen ist. Dafür konnten die Schüler ihre ganze Kreativität hineinfließen lassen." Beide Literaturkurse hatten sich zu Beginn des Schuljahres zunächst mit den Grundlagen des Theaterspielens wie Ausdruck, Gestik und Mimik beschäftigt, bevor es dann an die Gestaltung der Stücke ging. „Dabei wurde auch die persönliche Entwicklung der Schüler sichtbar", freute sich Johannes Hegel. „Die konnte sogar in andere Fächer übertragen werden."

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