Der Kirchenchor Wallenbrück unter der Leitung von Hinrich Paul singt für die Besucher der Sommermusik. - © Carina Cremer
Der Kirchenchor Wallenbrück unter der Leitung von Hinrich Paul singt für die Besucher der Sommermusik. | © Carina Cremer

Spenge Stimmungsvolle Klänge im Grünen

Wallenbrück: Chöre unterhalten Besucher bei der traditionellen „Sommermusik“ auf dem alten Friedhof mit abwechslungsreichem Programm

Carina Cremer

Spenge. Musik bringt Menschen zusammen. Jetzt stand erneut das jährliche Musikevent auf den alten Friedhof in Wallenbrück an. Bereits seit etwa 40 Jahren feiern die Bürger ihre Sommermusik unter Linden und Eichen. Der musikalische Abend wurde von dem Posaunenchor Wallenbrück mit dem traditionellen Stück aus Südafrika „Siyahamba" eröffnet. Danach begrüßte dessen Leiterin Annemarie Nienaber-Kreft die Besucher. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten, die zur Organisation beigetragen haben. Außerdem fragte sie die Besucher, wer schon seit dem ersten Sommerfest dabei gewesen wäre und ergänzte sofort: „Also ich war es." Neben dem Posaunenchor Wallenbrück, dem Kirchenchor Wallenbrück und dem Männergesangverein „Polyhymnia" Wallenbrück-Bardüttingdorf waren der Männerchor der „Harmonie" Spenge und der Männergesangverein Hücker Aschen an der Gestaltung des Programms beteiligt. Die Zuhörer wurden mit einigen Volksliedern unterhalten. Der Männergesangverein Polyhymnia sang zuerst „Mädel, draußen ist es schön" und „Wohlauf in Gottes schöne Welt". Die anderen Chöre stimmten ebenfalls überwiegend deutschsprachige Lieder an. Der Männergesangverein „Harmonie" Spenge erfreute die Zuhörer mit „My Bonny". Zuhörer sangen mit Es blieb nicht nur beim Zuhören, die Besucher wurden bei einigen Liedern dazu aufgefordert, mitzusingen. Der Posaunenchor Wallenbrück spielte drei Stücke, zu denen die Besucher fleißig sangen: „Wenn alle Brünnlein fließen", „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein" und das gemeinsame Abschlusslied „Kein schöner Land". Annemarie Nienaber-Kreft motivierte die Leute: „Beim nächsten Lied sind Sie wieder herzlich aufgefordert mitzusingen." Für den Posaunenchor stellt Nienaber-Kreft immer ein buntes Programm zusammen. So spielten die Mitglieder zum Beispiel neben volkstümlichen Liedern und afrikanischen Stücken ebenso Musik aus dem Film „Fluch der Karibik". „Ich versuche immer das etwas abzuwechseln", sagt sie. Nach dem musikalischen Teil konnten alle bei Bratwürsten und Getränken den Abend mit angeregten Gesprächen ausklingen lassen. Für das leibliche Wohl war wie in jedem Jahr der Dorfgemeinschaftskreis Wallenbrück zuständig. Heiko Struck und Jochen Westerheide engagieren sich bereits seit etwa zehn Jahren bei der Sommermusik und sorgen dafür, dass die Bratwürstchen gegrillt werden. Es seien viele Helfer aus Wallenbrück bei der Organisation beteiligt, erklärt Struck. Idyllischer Platz im Grünen Die Sommermusik zieht jedes Jahr viele Menschen zum idyllischen alten Friedhof. „Die Leute fiebern dem schon entgegen", sagt Struck. Es sei bereits eine Tradition in Wallenbrück. Struck erinnert sich selbst noch gut daran, dass auch er bereits als Kind die Sommermusik besuchte. Der alte Friedhof eignet sich für das musikalische kleine Fest perfekt. Nienaber-Kreft weiß noch, dass man sich diesen Ort ausgesucht hatte, weil es eine Veranstaltung im Freien werden sollte. „Wir wollten einen schönen Platz", sagt sie und den hätten sie dort gefunden. Der Schatten der Linden und Eichen biete eine angenehme Umgebung und zudem sei die Klangqualität dort sehr gut, sagt Struck. Mit vereinten Kräften wollen sie deshalb im nächsten Jahr wieder die Sommermusik auf dem alten Friedhof organisieren.

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